Was die Norweger zu Weihnachten mögen

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BusinessPortal Norwegen wünscht allen Lesern ein Frohes Fest! God Jul!

Oslo, 20. Dezember 2019. Norwegens Statistikbehörde hat kurz vor Weihnachten zusammengetragen, was Sie schon immer über Weihnachten wissen wollten. Wie viele Weihnachtsbäume oder andere Weihnachtsprodukte werden nach Norwegen importiert? Wie viele nette Kinder gibt es in Norwegen zur Weihnachtszeit und wie viele Norweger gehen am Heiligen Abend in die Kirche? 

Norwegen hat 2018 263.945 Weihnachtsbäume importiert, 1,8 Prozent weniger als vor zehn Jahren. 5.770 Weihnachtsbäume wurden exportiert, ein Rückgang von 89,7 Prozent. 2009 lieferte das Land 97.000 Bäume ins Ausland, so viel wie nie zuvor. Die Bäume gingen nach Dänemark, Großbritannien, Russland und Schweden.

Das diesjährige Weihnachtsfest erleben 1.122.508 norwegische Kinder (0-17 Jahre), 11,8 Prozent mehr als vor einhundert Jahren. Im Jahr 1973 hatte Norwegen zum Weihnachtsfest 1.142.614 Kinder, so viel wie nie zuvor und so viel wie nie danach. Allerdings ist das Land auf dem besten Weg, einen neuen Kinderrekord aufzustellen. 

282.102 Rentiere standen für den Weihnachtsmann von 2015 bis 2017 zur Verfügung (Anzahl der inländischen Rentiere in der Frühlingsherde zum 31. März). Das sind weniger als vor zehn, aber mehr als vor 20 Jahren. 

Den Gottesdienst besuchten im vergangenen Jahr 537.027 Norweger, fast zehn Prozent weniger als noch zehn Jahre zuvor.  

Der Import von Clementinen und Mandarinen wächst von Jahr zu Jahr und auch Weihnachtsdekoration aus dem Ausland erfreut sich zunehmender Beliebtheit. 

An den drei Haselnüssen für Aschenputtel verlieren die Norweger dagegen das Interesse. Wurden 1988 noch 738.538 Kilogramm importiert, so waren es im vergangenen Jahr nur noch 169.955 Kilogramm.

Für im Ausland hergestelltes Feuerwerk geben die Norweger heute mehr Geld aus als noch vor zehn oder 20 Jahren. Seit 2015 allerdings zeigt der Trend beim Import von Feuerwerkskörpern nach unten. 

Bei den importierten Geschenken rangiert die Smartwatch ganz oben. Zum zweiten Mal in Folge erreicht der Import der Uhren im November einen neuen Rekord. 

Traditionell hat sich Statistics Norway mit dem Import einer Auswahl von Artikeln befasst, die in wenigen Tagen unter dem Weihnachtsbaum zu finden sind. Dies sind Güter, die größtenteils nach Norwegen importiert werden müssen, da die Produktion innerhalb der Landesgrenzen minimal ist oder fehlt.

In diesem Jahr war wie im letzten Jahr der größte Anstieg bei den Importen bei Smartwatches zu verzeichnen. Im Oktober und November wurden nach vorläufigen Zahlen rund 112.000 Smartwatches ins Land geliefert. Dies ist eine Steigerung von rund 44 Prozent gegenüber den Vorjahresmonaten. Allein im November wurden knapp über 60.500 Uhren importiert, die höchste Zahl, die jemals verzeichnet wurde. Auch im vergangenen Jahr waren die Importe im November am höchsten.

Die Handyimporte gingen in den beiden Vorweihnachtsmonaten dieses Jahres gegenüber den Vorjahresmonaten um rund 10.000 zurück. Mit fast 444.000 importierten Handys beträgt der Rückgang jedoch nur zwei Prozent. Die Handyimporte im Oktober und November waren in den letzten drei Jahren relativ stabil.

Die Anzahl der Radioempfänger stieg von 2016 bis 2017 dramatisch an – wahrscheinlich aufgrund des Übergangs zum DAB-Netz. Zu dieser Zeit wurden im Oktober und November mehr als 350.000 Radios importiert. Zwei Jahre später sank die Zahl auf etwas mehr als 50.000. Sie entspricht ungefähr der Zahl der importierten Flachbildfernsehern über 54 Zoll.

Am bemerkenswertesten ist der Rückgang bei Snowboards und Monoski, bei denen sich die Importe gegenüber dem Vorjahr mehr als halbiert haben: von 21.500 Importen im November und Dezember 2018 auf rund 8.000 in den gleichen Monaten dieses Jahres – ein Rückgang von rund 62 Prozent.

Es wurden auch nicht mehr so viele Alpinski eingeführt wie im letzten Jahr. Im vergangenen Jahr wurden in den Vorweihnachtsmonaten rund 120.000 Ski eingeführt, im gleichen Zeitraum dieses Jahres mehr als 67.000, was einem Rückgang von etwas mehr als 42 Prozent entspricht.

Was auch in diesem Jahr beim Fest nicht fehlt: Süßigkeiten aus aller Welt. Allein im Oktober und November wurden 3.800 Tonnen Schokolade importiert. Und für 150 Millionen NOK kauften die Großhändler in diesen beiden Monaten Weihnachtsschmuck für norwegische Christbäume. 

Na dann: Frohes Fest!

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