Lebensmittelpreise in Norwegen seit 2017 erstmals gesunken

Mehr Wettbewerb führte in Norwegen zum Rückgang der Lebensmittelpreise.@BPN

Oslo, 10. Dezember 2019. Die Lebensmittelpreise sind in den letzten zwölf Monaten in Norwegen nach Angaben des norwegischen Statistikamtes SSB um 0,8 Prozent gesunken. Das trug dazu bei, das allgemeine Preiswachstum im Lande zu dämpfen. Der Verbraucherpreisindex ist von November 2018 bis November 2019 um 1,6 Prozent gestiegen. Treiber der Preiserhöhungen waren sowohl Restaurantpreise als auch Transportdienstleistungen mit 3,0 bzw. 3,9 Prozent. Auch bei Möbeln und Dekorationsgegenständen zogen die Preise an. Mit sechs Prozent legten die Preise für Post- und Telekomdienstleistungen am stärksten zu. Die Strompreise einschließlich der Netzmiete gingen von November 2018 bis im Vergleich zu November 2019 um 4,1 Prozent zurück.

“Der Wettbewerb auf dem Lebensmittelmarkt hat dazu geführt dass die Lebensmittelpreise gesunken sind. Es besteht kein Zweifel, dass der Wettbewerb zwischen den Lebensmittelhändlern sehr heftig ist”, sagt Ingvill Størksen, Direktorin für den Bereich Lebensmittelgeschäfte des Handelsverbandes Virke. Dass sich die Lebensmittelpreise in den letzten zwölf Monaten jedoch negativ entwickelt haben, sei nicht üblich. Dies sei seit November 2017 nicht mehr passiert, sagt Størksen.

Im November 2019 stiegen die Lebensmittelpreise gegenüber dem Vormonat moderat um 0,2 Prozent. Wie Størksen erklärt, ändern sich die Lebensmittelpreise das ganze Jahr über nach einem festen Muster.” Ein leichter Anstieg ist zu dieser Jahreszeit normal. Die Preise sinken während typischer Angebotsperioden wie Weihnachten, Ostern und Schulbeginn und passen sich zu anderen Jahreszeiten wieder an.”

Der VPI  stieg im November 2019 gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent. Bei den Strompreisen gab es einen Anstieg von 4,6 Prozent. Wegen des kühlen Wetters war der Stromverbrauch Anfang November hoch. Darüber hinaus trugen die gestiegenen Kraftstoff- und Bücherpreise zum Anstieg des VPI bei. Die Preise für Kraft- und Schmierstoffe stiegen um 2,6 Prozent. Sowohl die Benzin- als auch die Dieselpreise legten zu. Die Bücherpreise stiegen im November 2019 gegenüber dem Vormonat um 8,4 Prozent.

Der Anstieg des VPI wurde nach Angaben der Statistikbehörde durch einen Rückgang der Flugpreise gedämpft. Von Oktober bis November 2019 sanken die Preise für Personenbeförderung allgemein um 8,6 Prozent. Auch Haushaltstextilien waren im November billiger als im Oktober 2019. 


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