Norwegen-Projekt schmälert Porr-Gewinn

Mit der Loftesnes Brücke in Sogndal gewann PNC 2015 den Public European Steel Bridge Award.©PNC

Wien/Oslo, 28. November 2019. Die Neubewertung eines Projekts in Norwegen, das zu einer einmaligen Wertberichtigung führte, und der Kostendruck in Polen haben für die Porr AG, Österreichs zweitgrößtem Baukonzern, den Ertrag beträchtlich geschmälert. Wie im Quartalsbericht 3/2019 berichtet, blieb das Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von 14,4 Millionen Euro aufgrund des anspruchsvollen Umfelds insbesondere in Polen und Norwegen hinter den Erwartungen zurück. Frühzeitig eingeleitete Maßnahmen hätten dieser Entwicklung nicht ausreichend entgegenwirken können bzw. hätten sich in der Umsetzung verzögert. Bis Ende des ersten Quartal 2020 soll der Markt neu bewertet werden.

„Die Herausforderungen im Projektmarkt Norwegen sind zum einen der Lieferdruck der Auftraggeber, der zu immer komplexer werdenden Projekten und zu verkürzten Bauzeiten führt. Zum anderen können die Freigabeprozesse, speziell von Design-Build-Aufträgen, schon vor Baubeginn zu Verzögerungen führen”, erklärte CEO Karl-Heinz Strauss. “Die PORR ist mit vielen Projekten in Norwegen präsent. Ein Projekt ist nicht den Erwartungen entsprechend umgesetzt worden – im Zuge dessen stiegen die Personalkosten.“ Um welches Projekt es sich dabei handelt, teilte das Unternehmen nicht mit.

Die PORR ist seit 2012 in Norwegen vertreten und firmiert seit 2016 unter PNC Norge AS. Durch die Übernahme von Bilfinger Infrastructure in Polen im Jahr 2015 zählt Norwegen zu den Projektmärkten der PORR. Bei den Projekten setzt das Unternehmen auf die enge Zusammenarbeit mit starken lokalen Partnern.

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