Altibox baut Glasfaserverbindung zwischen Norwegen und England

Das Glasfaserkabel zwischen Norwegen und England soll Teil eines Glasfaserrings um die Nordsee werden.©Lyse Group

Stavanger, 27. November 2019. Über ihre hundertprozentige Tochtergesellschaft Altibox will die norwegische Lyse Group einen europäischen Glasfaserring um die Nordsee errichten. Damit soll Norwegen als Standort für Rechenzentren gestärkt werden. Betreiber Altibox und die Partner eines Konsortiums werden ein neues 700-Kilometer-langes-Glasfaserkabel zwischen Norwegen und Großbritannien bauen. Mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 160 Terabit pro Sekunde wird das Kabel die Datenkapazität zwischen Norwegen und dem Ausland erheblich erhöhen.

Das Kabel nach England wird Teil eines größeren Glasfasernetzes sein, das Altibox mit Euroconnect-1 errichten will, um eine robuste und hochmoderne digitale Infrastruktur zu gewährleisten. Das Nordseekabel und die gemietete Kapazität von Glasfaserleitungen in Europa sind Schlüsselkomponenten von Euroconnect.

Das Nordseekabel und Euroconnect verbinden Norwegen mit wichtigen digitalen Hubs wie London, Brüssel, Amsterdam und Hamburg. Damit wird Norwegen eine Verbindung zu den wichtigsten Standorten für Rechenzentrum in Irland, Dänemark und Schweden herstellen, wo Player wie Microsoft, Facebook, Google und Amazon bereits über große Rechenzentren verfügen.

Die Verlegung des Kabels zwischen Norwegen und Großbritannien beginnt noch in diesem Jahr und soll 2021 fertiggestellt sein.

Das Konsortium, das die Verbindung zwischen Norwegen und Großbritannien aufbaut, besteht aus Lyse / Altibox als Betreiber und Haugaland Kraft, BKK, Ryfylke IKS, Green Mountain und Hatteland Group.

„Zusammen mit dem Konsortium freuen sich Lyse und Altibox über die Gelegenheit, in kritische norwegische Infrastrukturen außerhalb der norwegischen Grenzen zu investieren. In den letzten 18 Jahren hat die Altibox-Partnerschaft mehrere Milliarden norwegische Kronen in den Ausbau der digitalen Infrastruktur in ganz Norwegen gestekct. Der Bedarf an hoher Datenkapazität und einer direkten Verbindung zwischen Norwegen und Großbritannien sowie dem Rest Europas ist groß. Die Investitionen sind beträchtlich, aber es gibt mehrere Partner, die die Rechnung aufteilen“, sagt Toril Nag, Vizepräsidentin für Telekommunikation bei Lyse und Vorsitzender von Altibox.

Sie betont, dass das neue Unterseekabel in England Norwegens Position als attraktiver Standort für Investitionen in neue Rechenzentren stärken wird. „Wir haben zuverlässige und umweltfreundliche Energie, ein stabiles politisches Umfeld, eine gut ausgebildete Bevölkerung und ein kühles Klima. Einige Regionen haben auch Fernwärmesysteme, wie zum Beispiel Lyse in der Region Stavanger, die in gewissem Umfang überschüssige Wärme aus großen Rechenzentren nutzen können“, sagt Nag.


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