Nel ASA mit Umsatzrekord und gefüllten Auftragsbüchern im dritten Quartal 2019

Oslo, 7. November 2019. Der norwegische Hydrogenspezialist Nel ASA verzeichnete im dritten Quartal 2019 mit 148,9 Millionen NOK den besten Umsatz aller Zeiten. Im dritten Quartal des Vorjahres hatte der Umsatz bei 116,0 Millionen NOK gelegen. Der Auftragsbestand belief sich auf 575 Millionen NOK, 58 Prozent mehr als Ende des dritten Quartals 2018. Und das Unternehmen bekräftigte einen weiteren starken Marktausblick. Nach der Veröffentlichung der Bilanz am heutigen Tag legte die Aktie kräftig zu.

„Nel verzeichnete ein weiteres geschäftiges Quartal mit einem Umsatzwachstum von 28 Prozent im Einklang mit den Unternehmensaussichten und einem hohen Maß an Neugeschäftsaktivitäten. Darüber hinaus baute das Nel-Team die solide Pipeline von Ausschreibungen und Projekten über Segmente und Regionen hinweg weiter aus. Diese Initiativen haben zu einem weiteren Quartal der Sicherung eines Rekordbestands beigetragen und bilden zusammen mit den starken Marktaussichten eine solide Grundlage für 2020 und darüber hinaus“, sagt Jon André Løkke, Vorstandsvorsitzender von Nel.

Allerdings ist das Unternehmen operativ weiterhin defizitär, das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag bei minus 48,4 Millionen NOK. Das um einmalige und sonstige Anlaufkosten bereinigte EBITDA betrug minus 17,9 Millionen NOK, der Kassenbestand belief sich zum Ende des dritten Quartals auf 651,0 Millionen NOK.

„Das Quartal war nicht nur durch die Entwicklungen im industriellen und im Schwerlastbereich gekennzeichnet, sondern auch durch das große Interesse an elektrischen Wasserstofflösungen. Ein Beispiel ist Korea mit seinem nationalen Ziel zur Schaffung von mehr als 300 Wasserstoffstationen bis 2022. Davon gingen bei uns im Jahr 2019 bislang insgesamt zehn Bestellungen ein“, sagt Løkke.

Bestellungen für zwei H2Station®-Wasserstofftankstellen liefen im dritten Quartal über Hydrogen Energy Network Co., Ltd. (HyNet) ein, einem südkoreanischen Unternehmen, an dem sich die Nel Korea Co., Ltd., eine Tochter von Nel ASA, im August beteiligt hatte. Dieses Unternehmen soll bis 2022 einhundert Wasserstofftankstellen in Korea errichten.

„Die Autoindustrie hat alle Augen auf die Entwicklungen im Bereich der Wasserstoffelektrik gerichtet, da das erwartete starke Wachstum bei Brennstoffzellen-Elektrofahrzeugen den Ausbau der Tankstellennetze in Schlüsselmärkten wie Korea, Japan, den USA und China auslösen wird. Führende Automobilhersteller stellten auf den Messen in Frankfurt und Tokio wichtige neue Wasserstoffinitiativen vor. Ab 2020 werden weitere Modelle erwartet. Nel ist gut positioniert, um diese Chancen zu nutzen, da es Technologieführer mit erstklassiger Sicherheit, Kostenführerschaft und globaler Präsenz ist“ so der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens weiter.

Finden Sie hier den Bericht für das 3. Quartal 2019.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmeier hat in einem Artikel in der FAZ am 5. November angekündigt, dass Deutschland  bei Wasserstoff die Nummer 1 in der Welt werden muss. „Die Zeit für Wasserstoff und die dafür nötigen Technologien ist reif. Sie bieten enorme industriepolitische Potentiale und können neue Arbeitsplätze schaffen. Deshalb müssen wir schon heute die Weichen dafür stellen, dass Deutschland bei Wasserstofftechnologien die Nummer 1 in der Welt wird. Deutsche Unternehmen sind im Bereich der Wasserstofftechnologien bereits sehr gut aufgestellt, etwa wenn es um Elektrolyse und die Brennstoffzelle geht. Aber unsere Wettbewerber schlafen nicht – wie der Blick etwa nach China, Südkorea und Japan zeigt.

Deshalb müssen wir jetzt die Weichen für den Markthochlauf von Wasserstofftechnologien stellen. Die Bundesregierung wird daher bis Ende des Jahres eine Wasserstoffstrategie beschließen. Sie schafft die notwendigen Rahmenbedingungen, um Investitionen anzureizen und klimaneutrale Wasserstofftechnologien und entsprechende Anwendungen in den Markt zu bringen….Wir haben in Deutschland eine gute Startposition. Es kommt jetzt darauf an, das industriepolitische Potential zu heben. Ich arbeite dafür, dass Deutschland bei Wasserstofftechnologien die Nummer 1 in der Welt wird“, schrieb Altmeier.



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