Norwegian gründet Joint Venture mit chinesischer Leasinggesellschaft

©Norwegian

Oslo,  24. Oktober 2019. Die norwegische Fluggesellschaft Norwegian hat mit der China Leasing International Corporation (CCBLI) ein Joint Venture gegründet. Das Unternehmen wird Besitzer des Airbus-Flotte der Fluggesellschaft sein, die Norwegian für die kommenden Jahre in Auftrag gegeben hat. Norwegian wird die Flugzeuge von dem gemeinsamen Unternehmen leasen. Mit dem Abkommen würde sich die Finanzsituation des Unternehmens erheblich verbessern, heißt es in einer Pressemitteilung. 

Das Joint Venture umfasst zunächst 27 Airbus des Typs A320 Flugzeuge, die von 2020 bis 2023 ausgeliefert werden sollen. CCBLI wird auch Flugzeugfinanzierungen für Flugzeuge innerhalb des Joint Ventures bereitstellen.

CCBLI ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der China Construction Bank Corporation. CCBLI wird mit einem Anteil von 70 Prozent Mehrheitseigner des Joint Ventures, Norwegian hält über seine hundertprozentige Tochtergesellschaft Arctic Aviation Assets DAC die restlichen 30 Prozent.

Neben einem positiven Eigenkapitaleffekt werde das Joint Venture nach Angaben von Norwegian die zugesagten Investitionen der Airline auf Basis der ersten 27 Flugzeuge um rund 1,5 Milliarden US-Dollar reduzieren. Die Auslieferung der Flugzeuge an das Joint Venture beginnt im ersten Quartal 2020. CCBLI hat sich verpflichtet, dem Joint Venture vorrangige Fremdfinanzierungen für die 27 Flugzeuge bereitzustellen.

Im vergangenen Jahr hatten sich mehrere Fluggesellschaften darum bemüht, die finanziell angeschlagene norwegische Airline zu Unternehmen, jedoch war der Besitzer Bjørn Kjos nicht bereit, zu den angebotenen Konditionen zu verkaufen. 

Im dritten Quartal präsentierte Norwegian ein  Ergebnis vor Steuern von 2,2 Milliarden NOK, ein Wachstum gegenüber dem Vorjahresquartal um 38 Prozent. Der Absatz und der Ertrag pro Passagiermeile (Yield) stiegen in diesem Quartal um jeweils drei Prozent. Der Gesamtumsatz belief sich auf 14,4 Milliarden NOK. Dies entspricht einer Steigerung von acht Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, was hauptsächlich auf das interkontinentale Wachstum zurückgeführt wird. 

Norwegian beförderte ungefähr 10,5 Millionen Passagiere, ein Rückgang um drei Prozent aufgrund geringerer Kapazität. Der Auslastungsgrad betrug 91,2 Prozent und stieg um 0,7 Prozentpunkte.

„Die Ergebnisse des dritten Quartals von Norwegian zeigen, dass wir unsere Strategie umsetzen, vom Wachstum zur Rentabilität zu gelangen. Wir erzielten ein Rekordergebnis, einen Rekordumsatz und niedrigere Stückkosten, selbst wenn betriebliche Probleme auftraten, auf die wir keinen Einfluss hatten“, sagte Geir Karlsen, amtierender CEO und CFO von Norwegian.

Mitte Oktober hat Norwegian mit der Fluggesellschaften JetBlue eine Absichtserklärung für ein Interline-Abkommen unterzeichnet. JetBlue ist die größte Fluggesellschaft an mehreren Gateways in den USA, die für Norwegian wichtig sind, insbesondere New York JFK, Boston und Fort Lauderdale. Durch die Partnerschaft können Kunden günstige Tarife zu einer bequemen Einzelbuchung für Anschlussflüge zwischen Europa und Amerika kombinieren. Kunden haben die Möglichkeit, Anschlussflüge auf den Websites beider Fluggesellschaften zu buchen, indem sie das Beste aus dem komplementären und dem erweiterten Netzwerk kombinieren. Die Partnerschaft soll im Frühsommer 2020 beginnen, Buchungen können ab Anfang 2020 vorgenommen werden.

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