Drei Großaufträge für Wiederaufbau des Regierungsviertels in Oslo vergeben

Entwurf des neuen Regierungsviertels in Oslo©Statsbygg

Oslo, 14.Oktober 2019. Die norwegische staatliche Verwaltungsgesellschaft Statsbygg hat die ersten drei Großaufträge für den Bau des neuen Regierungsviertels in Oslo vergeben. Heute wurden entsprechende Verträge mit den Bau- und Versorgungsunternehmen Skanska, Veidekke und der AF-Gruppe unterzeichnet. Die Arbeiten betreffen den Bau des Hochhauses , das Fundament und die Energieversorgung. Der Auftragswert beträgt 2,8 Milliarden NOK.

“Ich freue mich sehr, dass wir nach dem Terroranschlag am 22. Juli 2011 einen wichtigen Meilenstein beim Wiederaufbau des Regierungsviertels erreicht haben”, sagt die Ministerin für Stadtentwicklung und Modernisierung, Monica Maeland.

Mit den Kooperationsverträge sollen die Auftragnehmer frühzeitig in das Projekt eingebunden werden und so an der Detailplanung teilnehmen. In der Interaktion bis zum Baubeginn sollen sich Statsbygg und die Auftragnehmer auf den Richtpreis für die jeweiligen Verträge einigen. Für die Sanierung des H-Blocks durch Skanska veranschlagt Statsbygg einen Auftragswert von 1.050 Millionen NOK, für den Bau der Fundamente, den Veidekke übernimmt, 1.200 Millionen NOK. Der Vertrag zur  Energieversorgung durch die AF-Gruppe geht von einem Auftragswert von 550 Millionen NOK aus.

Die Entwicklung des Regierungsviertels erfolgt nach Angaben von Statsbygg mit Interaktionsverträgen und mit separaten Verträgen für einzelne Gebäude und Bauabschnitte. Interaktion bedeutet, dass der Auftragnehmer vor Abschluss des Projekts unter Vertrag genommen wird und dass das Projekt in einer gemeinsamen Organisation durchgeführt wird, in die der Entwickler (Statsbygg), der Auftragnehmer und die Berater (Team Urbis) integriert sind.

Obwohl die Unternehmen bereits beauftragt wurden, hängt der Baubeginn von der Zustimmung des norwegischen Parlaments Storting ab. Der Baubeginn wird für 2021 erwartet. Drei weitere Aufträge sollen in den kommenden drei bis sechs Monaten vergeben werden.  

“Diese vertraglichen Vereinbarungen zeigen, wie der Staat als Käufer ein Motor für Innovation und Entwicklung in der norwegischen Wirtschaft sein kann, auch durch den gezielte Einsatz von Materialien”, so Mæland weiter.

Der Aufbau des Regierungsviertels sei eine sehr umfassende und komplizierte Aufgabe, teilt das Ministerium für Stadtentwicklung mit. Die Regierung werde Vorschläge für den Kostenrahmen und die Aufteilung vorlegen, wenn die Vorprojekt- und Qualitätssicherung abgeschlossen sind. Statsbygg arbeite daran, das Vorprojekt für die Bauphase 1 im Jahr 2020 abzuschließen.

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