Solberg in New York: Erreichung der Klimaziele nur mit nachhaltiger Meereswirtschaft

Norwegens Premierminister Erna Solberg stellte auf dem Klimagipfel Maßnahmen vor, wie die nachhaltige Bewirtschaftung der Ozeane zur Reduzierung der Treibhausgase beitragen kann.@UN-Delegation

New York, 23. September 2019. Norwegens Ministerpräsidentin Erna Solberg stellte zum UN-Klimagipfel in New York heute Klimaschutzmaßnahmen für die Ozeane vor und wies darauf hin, dass Norwegen das Klimaziel im Rahmen des Pariser Abkommens stärken und die norwegischen Klimaziele bis 2020 aktualisieren wird.

Norwegen sehe in konkreten Maßnahmen auf See eine Möglichkeit, die Treibhausgasemissionen in der Welt zu senken. Ohne eine nachhaltige Meereswirtschaft werde die Welt die Klimaziele nicht erreichen, sagte Solberg. 

Norwegens Premierministerin leitet das internationale hochrangige Panel für eine nachhaltige Meereswirtschaft, dem 14 Staats- und Regierungschefs angehören. Ziel ist es, die Empfehlungen des Panels in die Agenda der Vereinten Nationen zu integrieren. In einem heute veröffentlichten Bericht des Panels wird darauf hingewiesen, dass ozeanbasierte Klimalösungen bis zu einem Fünftel der Emissionseinsparungen ausmachen können, die die Welt bis 2050 benötigt, um den globalen Temperaturanstieg auf 1,5 Grad zu begrenzen.

Erna Solberg ermutigte die in New York zum Klimagipfel zusammengekommenen Wirtschaftsführer und Investoren, sich auf See zusammenzuschließen, um die Ziele des Pariser Abkommens und die UN-Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Sie präsentierte fünf Klimamaßnahmen für die Ozeane:

  • Investitionen in naturbasierte Klimalösungen;
  • Offshore-Produktion von erneuerbaren Energien;
  • Aufbau einer emissionsfreien Schiffsindustrie;
  • Produktion von nachhaltigen Lebensmitteln aus dem Ozean;
  • Bessere Nutzung der Kohlenstoffbindung und -speicherung;

Die Präsidenten von Frankreich, Chile und Kolumbien organisieren im Zusammenhang mit dem Klimagipfel ein separates Amazonas-Treffen. Ministerpräsidentin Erna Solberg betont die Bedeutung des Schutzes tropischer Regenwälder zur Erreichung der Klimaziele. Sie wies darauf hin, dass es an langfristigen globalen wirtschaftlichen Verpflichtungen und ehrgeizigen Waldzielen mangelt.

“Um die Entwaldung zu verringern, ist eine regionale Führung erforderlich, und die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft kommt den lokalen Gemeinschaften zugute und schützt die Rechte der indigenen Völker. Norwegen wird zusammen mit Großbritannien und Deutschland bis 2020 fünf Milliarden US-Dollar zum Waldschutz beitragen. Es ist jedoch noch viel mehr erforderlich, und wir müssen gemeinsam an langfristigen finanziellen Verpflichtungen im Kampf gegen die Entwaldung arbeiten“, sagt die Premierministerin. 

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