Norges Bank hebt Leitzins auf 1,50 Prozent an

Oslo, 19. September 2019. Norges Bank hat den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf 1,50 Prozent erhöht. Bereits im vergangenen Jahr hatte die norwegische Zentralbank den Leitzins angehoben und die Geldpolitik allmählich weniger expansiv ausgerichtet. Nach Einschätzung des Vorstands rechtfertigen der Gesamtausblick und die Risikobilanz einen etwas höheren Leitzins. 

Wie die Bank mitteilt, liege die Inflation nahe am Inflationsziel. Das Wachstum der norwegischen Wirtschaft sei weiterhin solide und die Kapazitätsauslastung liege etwas über dem normalen Niveau. Ein höherer Leitzins könne auch das Risiko einer erneuten Beschleunigung des Schuldenwachstums und der Immobilienpreisinflation mindern. Gleichzeitig seien die Auslandszinsen sehr niedrig und die globalen Wachstumsaussichten seien mit erheblichen Unsicherheiten behaftet. Damit empfehle sich ein vorsichtiger Ansatz bei der Zinsfestlegung.

Die Leitzinsprognose zeige einen etwas geringeren Zinsanstieg als im Juni-Bericht. “Bei einem der Prognose entsprechenden Leitzins dürfte die Inflation in den kommenden Jahren nahe am Inflationsziel bleiben, während die Arbeitslosigkeit weiterhin niedrig bleibt. Der Leitzins wird angepasst, wenn sich die wirtschaftlichen Aussichten oder das Gleichgewicht der Risiken ändern”, teilt Norges Bank mit.

Die aktuelle Einschätzung des Exekutivrats zum Ausblick und zum Risikoausgleich lasse darauf schließen, dass der Leitzins in der kommenden Zeit höchstwahrscheinlich auf diesem Niveau bleiben wird, sagt Gouverneur Øystein Olsen.

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