Shell Ventures investiert in norwegischen Hersteller von Batteriespeichersystemen

Die Ro-Pax-Kreuzfahrtfähren „Cruise Barcelona“ und „Cruise Roma“ im Besitz der italienischen Grimaldi-Gruppe sind mit einem 5,5-MWh-Energiespeichersystem von Corvus Energy ausgestattet. Sie können damit bis zu vier Stunden während des Hafentaufenthaltes mit Strom versorgt werden.©Corvus Energy

Bergen, 12. August 2019. Das norwegische Unternehmen Corvus Energy hat einen Investitionsvertrag mit Shell Ventures unterzeichnet. Das Venture-Capital-Unternehmen wolle mit einer Beteiligung an Corvus Energy die weltweite Entwicklung von maritimen Energiespeicherlösungen unterstützen, teilt Corvus Energy mit. Die Investition soll dazu beitragen, den CO2-Fußabdruck der von Shell Ventures verkauften Energieprodukte bis 2035 um etwa 20 Prozent und bis 2050 um etwa 50 Prozent zu senken.

Corvus Energy ist ein führender Entwickler und Anbieter von Energiespeichersystemen (ESS) für See-, Offshore-, Unterwasser- und Hafenanwendungen. Mehr als der Hälfte der Batterie-Hybrid- und emissionsfreien Schiffe weltweit nutzen das Lithium-Ionen-Batterie-ESSs  von Corvus Energy als Bestandteil der Antriebs- und Energiemanagementsysteme. Die Investition werde Corvus Energy helfen, international zu expandieren und seine Technologieführerschaft bei maritimen Energiespeichern weiter auszubauen.

Als Pionier im Bereich der maritimen Energiespeicherung hat Corvus Energy neben verschiedenen Unterwasseranwendungen und Lösungen für regenerative Energielösungen aus mechanischen Geräten auch ESS für mehr als 30 Offshore-Versorgungsschiffe geliefert. 

Geir Bjørkeli, CEO von Corvus Energy, erklärt zu den Investitionsplänen von Shell Ventures: „Starke und aktive Eigentümer zu haben, war ausschlaggebend für unseren Erfolg und hat uns gelehrt, dass wir durch die enge Zusammenarbeit mit strategischen Investoren großartige Ergebnisse erzielen können. Ein gutes Beispiel ist die Zusammenarbeit mit Equinor. Was wir hier erreicht haben, wurde inzwischen zum Vorbild und zur Inspiration für den Rest der Welt. Wenn wir Shell als Investor an Bord haben, können wir einen viel größeren Markt erreichen und unsere Technologie auf mehr Bohrinseln und Plattformen anwenden sowie die Hybridisierung von Offshore-Schiffen fortsetzen.“

Shell Ventures ist der Corporate-Venture-Capital-Arm von Royal Dutch Shell plc. Shell Ventures verfügt über Hauptniederlassungen in Europa, den USA, Indien und China. Shell Ventures investiert in Technologieunternehmen, innovative Geschäftsmodelle und Wachstumsstrategien, um die Entwicklung von Energielösungen und neuen Technologien zu fördern, die das Potenzial haben, einen erheblichen Mehrwert zu schaffen. Der Investitionsschwerpunkt von Shell umfasst Öl- und Gastechnologien, Technologien für erneuerbare Energien und Mobilitätslösungen.

Corvus Energy bietet Hochleistungs-Energiespeicher in Form modularer Lithium-Ionen-Batteriesysteme für Anwendungen in den Bereichen Marine, Öl und Gas, Unterwasser und Häfen. Die speziell entwickelten, praxiserprobten Batteriesysteme versorgen hybride und vollelektrische Industrieanlagen einschließlich großer Schiffsantriebe mit Strom. 

Shell erweitert mit seiner Investition die Gruppe strategischer Investoren die Corvus Energy tragen: BW Ventures Limited, ein Teil der internationalen Reederei BW Group, Equinor Technology Ventures, der Geschäftsbereich für Technologieinvestitionen des norwegischen Energiekonzerns Equinor, Norsk Hydro, der größte Aluminiumhersteller der Welt, und eine kanadische Investmentgruppe, die sich auf saubere Energielösungen konzentriert.

Während Nordeuropa und insbesondere Norwegen gegenwärtig dominierten, zeigten andere Regionen immer mehr Aktivität. Amerika und Asien seien von großem Interesse.

Nach einer Übersicht des DNV GL waren zum 1. August 2019 insgesamt 176 Schiffe und Fähren mit Batterien im Einsatz. Im Laufe des Jahres werden weitere 100 Installationen hinzukommen. Bis Ende 2019 werden mehr als 240 Schiffe mit Batterien unterwegs sein, prognostizierte das Maritime Battery Forum Anfang dieses Jahres. Der Markt werde nach wie vor von Fähren und Passagierschiffen dominiert, gefolgt von Offshore-Schiffen und anderen. Ropax-Schiffe und Fischereifahrzeuge seien die beiden neuen Segmente, die großes Potenzial aufweisen.

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