Norwegische Wissenschaftler: Weniger Strände in 100 Jahren

Strand am Oslofjord©BPN

Oslo, 26. Juli 2019. Wissenschaftler sagen voraus, dass viele Strände in Norwegen zur Jahrhundertwende erheblich kleiner sein können. Einige sind möglicherweise vollständig verschwunden. “Aufgrund der Treibhausgasemissionen erwarten wir für die nächsten 100 Jahre einen Anstieg des Meeresspiegels von 80 Zentimetern auf bis zu einem Meter auf globaler Ebene”, sagt Halfdan Kierulf, Forscher der norwegischen  Kartierungsbehörde gegenüber NRK. Dies bedeutet, dass zum Beispiel Hovdsundet in Bodø, ein beliebtes Touristenziel für Norweger und Ausländer in Nordland, verschwinden kann.

“Die Prognosen von knapp einem Meter berücksichtigen nicht den Einbruch der großen Eismassen in Grönland und in der Antarktis. Wenn sie einstürzen, sprechen wir von deutlich höheren Zahlen, vielleicht bis zu vielen Metern”, so Kierulf weiter. Allerdings seien die Folgen für die Strände in Norwegen geringer als zum Beispiel für die Strände auf Mallorca.

In Norwegen gebe es große Unterschiede, wie sich der Anstieg des Meeresspiegeles auf die Landschaft auswirkt. Der östliche Teil Norwegens ist aufgrund der Landeshöhe im Oslofjord gut positioniert, sagt der Forscher. Am härtesten werde der Meeresspiegelanstieg die Strände in Westnorwegen und auf den Lofoten treffen.

“Vor der norwegischen Küste erwarten wir einen Anstieg des Meeresspiegels um etwa 80 Zentimeter in Gebieten in äußerster Randlage wie den Lofoten. In Gegenden wie Narvik und Mo i Rana, in denen eine größere Landhebung zu verzeichnen ist, sinkt der Wert auf 50 Zentimeter.”

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