Norwegen auch auf harten Brexit-Austritt vorbereitet

Oslo, 24. Juli 2019. Die Wahl Boris Johnson’s zum neuen britischen Premierminister ändere nichts an der Zusammenarbeit Norwegens mit Großbritannien bezüglich der bisher getroffenen Vereinbarungen im Bereich Fischereiwesen, erklärte Norwegens Fischereiminister Harald T. Nesvik. Die norwegischen Behörden setzen sich seit dem Brexit-Votum dafür ein, dass die norwegischen Interessen gewahrt werden und dass der Unternehmenssektor im Zusammenhang mit dem Austritt die bestmöglichen Bedingungen erhält.

“Im April dieses Jahres haben wir ein Abkommen über den Warenhandel im Falle eines ‘harten Austritts’ geschlossen, also wenn das Vereinigte Königreich die EU ohne ein Abkommen verlässt. Es stellt sicher, dass die Bedingungen für den Handel mit Meeresfrüchten nach Großbritannien bis zum Abschluss eines dauerhaften Abkommens unverändert bleiben. Wir sind gut vorbereitet”, so Nesvik.

Großbritannien ist einer der wichtigsten Märkte für norwegische Meeresfrüchte. Im vergangenen Jahr hat Norwegen Meeresfrüchte für mehr als sechs Milliarden NOK in das Land exportiert, vor allem Kabeljau und Schellfisch. Diese Fischarten bilden die Grundlage für Fish and Chips.

 „Wir können das Abkommen zwischen Großbritannien und der EU nicht beeinflussen, aber es ist klar, dass alle Länder an einem Ergebnis interessiert sind, das nicht das Chaos eines harten Brexits ist. Wir verfolgen die Situation genau und arbeiten weiterhin an einem guten und vorhersehbaren Übergangsregime für norwegische Meeresfrüchte”, sagt Nesvik.  

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