Lachszüchter erhalten Kompensation für Produktionsausfälle durch Algenblüte

Fischereiminister Harald T. Nesvik beim Besuch einer Zuchtanlage in Nordnorwegen.©Ministerium für Handel und Fischerei

Oslo, 5. Juli 2019. Norwegens Fischereiministerium will Lachszüchtern, die von der Algenblüte im Norden betroffen sind, unterstützen. Es sei wichtig, sich um die  Arbeitsplätze zu kümmern “, sagte Fischereiminister Harald T. Nesvik bei einem Besuch im Norden.

Die Algenblüte in Nordland und Troms im Mai und Juni hat dazu geführt, dass große Mengen an Zuchtlachs verloren gingen. Dies brachte erhebliche Verluste für die Aquakulturindustrie vor allem im Asta- und Ofotfjord. In den Gemeinden waren zahlreiche Lachsschlachthöfe vom Produktionsrückgang betroffen. Verantwortlich für das Lachssterben in den Käfigen ist das Phytoplankton Chrysochromulina leadbeateri.

Die Züchter werden nun die Möglichkeit erhalten, einen Teil der Verluste auszugleichen, indem sie die Produktion in den nächsten fünf Jahren steigern können. “Dies ist eine ganz besondere Situation, die die Züchter völlig überrascht hat. Ich halte es für vernünftig, den Betroffenen die Möglichkeit zu geben, einen Teil der verlorenen Produktion im Laufe der Zeit wiederherzustellen“, so Nesvik.

Die betroffenen Züchter können eine Befreiung von den Kapazitätsbeschränkungen für die Lachslizenzen beantragen. Die Fischereidirektion werde Ausnahmen bei den Lizenzen als flexible „Kontenregelung“ mit einer Laufzeit von bis zu fünf Jahren gewähren. Basierend auf dem dokumentierten Verlust in Tonnen und einem allgemein festgelegten Entschädigungsgrad erhält jeder Züchter, der eine Ausnahmegenehmigung erhält, eine „Einzahlung“ auf sein „Entschädigungs-MTB-Konto“. Der einzelne Züchter kann im Rahmen der maximalen Dauer der Abgabe (5 Jahre) „Abhebungen“ von seinem Konto vornehmen, wie es für den einzelnen Züchter gemäß überarbeiteten Betriebs- und Ernteplänen angemessen ist. Die Höhe der Entschädigung wird auf 60 Prozent des Bruttoverlustes in Tonnen festgesetzt.

Dies dürfe nicht so verstanden werden, dass die Behörden das finanzielle Risiko übernehmen, dem Züchter in anderen Situationen, beispielsweise bei Ausbruch von Krankheiten, ausgesetzt sind. Die Fischzuchtindustrie dürfe nicht damit rechnen, dass es in Zukunft ähnliche Regelungen geben werde, so der Fischereiminister weiter. Das Ministerium für Handel und Fischerei geht davon aus, dass die geplante Regelung keine nennenswerten Umweltauswirkungen haben wird.

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