EIT InnoEnergy unterstützt Bau einer Giga-Batteriezellenfabrik in Norwegen

Eindhoven/ Oslo, 18. Juni 2019. EIT InnoEnergy, eine europäische Institution zur Innovationsförderung, unterstützt den Bau einer Batteriezellenfabrik in Norwegen. Das Unternehmen investiert 7,24 Millionen Euro in das Vorhaben der FREYR AS, in Norwegen eine 32-GWh-Batteriezellen-Produktionsanlage in der Gemeinde Rana zu errichten.

Anfang April hatte  FREYR den Bau eine 32-GWh-Gigafabrik angekündigt, in der Lithium-Ionen-Batteriezellen (LIB) hergestellt werden sollen. In Verbindung mit der Batterieanlage plant FREYR außerdem die Entwicklung eines 600-MW-Onshore-Windparks in Sjonfjellet (Berg Sjon), der die Batteriezellenproduktion zu 100 Prozent mit Strom aus Wind und Wasserkraft versorgen soll.

Der europäische Bedarf an Batteriezellen werde bis 2025 300 GWh übersteigen, was auf die beschleunigte Elektrifizierung von Transportlösungen durch europäische Automobilhersteller (OEM) zurückzuführen ist. Das derzeitige Fehlen einer inländischen Batteriezellenfertigung in großem Maßstab in Europa beeinträchtige die Fähigkeit, den Bedarf zu decken, erklärte FREYR in seiner Ankündigung zum Bau der Fabrik Anfang April dieses Jahres. Die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Erstausrüster und Anbieter von stationären Speicherdiensten stehe unter Druck, und es müssten umfassende strategische Anstrengungen unternommen werden, um die Situation zu entschärfen. Die Produkte von FREYR zielten auf die exponentiell wachsende Nachfrage nach LIB-Zellen für die Automobil- und Schifffahrtsindustrie sowie auf stationären Speicher- und andere ausgewählte Nischenmärkte in Europa ab, basierend auf einer Reihe von Wettbewerbsvorteilen bei deren Herstellung in Norwegen.

FREYR verfolgt das Projekt in Partnerschaft mit dem norwegischen Forschungsinsitut SINTEF und der Technischen Universität Trondheim, NTNU. Ziel sei es, die Basis für die energieeffizienteste, umweltfreundlichste und ethisch verantwortungsvollste Batteriezellenproduktion weltweit zu schaffen. Diese erste Multi-Stakeholder-Partnerschaft ziele auch darauf ab, eine breitere Koalition von Stakeholdern zu bilden, die dem F & E-Cluster für Batteriezellenproduktion in Norwegen beitreten möchten. Dieses Konsortium werde andere relevante Industrie- und Finanzakteure in Norwegen und der nordischen Region zur Zusammenarbeit einladen.

FREYR ist jetzt Teil eines wirklich aufregenden aufstrebenden Batteriezellenclusters in den nordischen Ländern und ist sehr gut positioniert, um den beschleunigten Übergang zu einer kohlenstoffarmen Nettowirtschaft in Europa zu unterstützen. Wir sind gespannt darauf, dass FREYR seinen aufregenden Plan fortsetzt, in Norwegen eine beträchtliche Batteriezellenproduktionskapazität auf der Grundlage der besten verfügbaren Batteriezellentechnologielösungen zu entwickeln, die auf Norwegens überlegenem, kostengünstigem und zu 100 Prozent erneuerbarem Energiemix basieren“,  sagt Diego Pavia, CEO von EIT InnoEnergy.

„Im April gaben wir bekannt, dass wir unsere Partnerschaft mit EIT InnoEnergy ausweiten möchten. Wir freuen uns, dass dies kurz danach geschieht, zu einem Zeitpunkt, an dem wir ein erhebliches internationales Interesse an der Produktion von grünen Batteriezellen in den nordischen Ländern feststellen. FREYR möchte ein bedeutender Teil des nordischen Batterieclusters sein, und die Investition von EIT InnoEnergy ist ein wichtiger Faktor für uns “,  sagt Tom Einar Jensen, CEO von FREYR.

FREYR ist gegenwärtig im Gespräch mit verschiedenen nationalen und internationalen Interessengruppen, um zusätzliche Finanzmittel für die Umsetzung seiner Pläne für die Batteriezellenproduktion und Windparks zu erhalten. Das Projekt erfordert Investitionen in Höhe von etwa drei Milliarden Euro. Über 2.000 Arbeitsplätze sollen geschaffen werden.

Gegenwärtig existieren mehrere Pläne zum Bau von Giga- Batteriezellenfabriken in Europa. Das größte Werk soll in Schweden entstehen. An dem Entwickler Northvolt sind unter anderem Volkswagen und Siemens beteiligt.

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