Equinor stellt Energieperspektiven in Berlin vor

Nach der Vorstellung der Energieperspektiven diskutierten Experten die weitere Entwicklung der Energiebranche, v.l.: Heiko Lohmann, Moderator, Jörg Rothermel, VCI, Eva Hennig, Thüga AG, Martin Neumann, MdB, , Eirik Wærness, Equinor©BPN

Berlin, 12. Juni 2019. Die globalen Emissionen stiegen 2018 auf ein Allzeithoch. Die gegenwärtigen Klimaschutzmaßnahmen reichen bei weitem nicht aus, um die Welt auf den Weg zu bringen, die globale Erwärmung deutlich unter zwei Grad Celsius zu halten. Diese wenig erfreulichen Botschaften verkündete Eirik Wærness, Chefökonom des norwegischen Energiekonzern Equinor, bei der Präsentation der Energy Perspectives am 12. Juni in Berlin. Der Bericht bietet einen globalen Überblick über mögliche makroökonomische Entwicklungen auf dem Energiemarkt bis zum Jahr 2050.

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“Es gibt nicht die eine Technologie, um die Emissionen zu reduzieren”, erklärte Bjarne Lauritz Bull-Berg, Leiter der Equinor-Repräsentanz in Berlin in seiner Bergrüßungsrede. Mit der Erarbeitung der jährlichen Energy Perspectives wolle Equinor sein Expertenwissen in die aktuelle Debatte um die Erreichung der Klimaschutzziele einbringen.

Am Anfang seiner Ausführungen wies Eirik Wærness darauf hin, dass auch er nicht wisse, wo die Zukunft der Energie liegt. Die Prognosen zur Entwicklung im Energiebereich zeigten lediglich Szenarien auf. Allerdings erlaube keines der drei im aktuellen Bericht vorgestellten Möglichkeiten “Business as usual”. Es sei möglich, so Wærness, die Erderwärmung zu bremsen, allerdings bleibe dafür nicht viel Zeit. Auch sei unbedingt ein Handeln auf internationaler Ebene erforderlich. Das Bedürfnis nach schnellen und signifikanten Veränderungen werde immer dringlicher.

„Leider gibt es heute weltweit viele Beispiele für eine geschwächte Zusammenarbeit. Wir sehen auch mehr Polarisierung in der Klimadebatte, mit wachsendem Aktivismus für den Wandel, aber auch Protesten gegen die sozialen Auswirkungen des Wandels. Und mit dem Wachstum der erneuerbaren Energien stehen die Konsequenzen neuer Energieprojekte für die Natur im Vordergrund. In Kombination unterstreichen diese Trends die politische Komplexität der Bewältigung der klimapolitischen Herausforderung“, so Wærness.

Der weltweite Gesamtenergiebedarf wuchs 2018 um 2,3 Prozent und damit am schnellsten seit 2010. Täglich werden weltweit rund 100 Millionen Barrel Öl und 11 Milliarden Kubikmeter Gas verbraucht. Und der Energiebedarf steigt weiter. Er liegt nach Angaben von Equinor im Jahr 2050 in den verschiedenen Szenarien zwischen 52 und 118 Millionen Barrel Öl und neun bis 13 Milliarden Kubikmeter Gas pro Tag. Die Öl- und Gasfelder, die gegenwärtig in Produktion sind, reichen nicht aus, um diesen Bedarf zu decken. “Wenn wir keine neuen Öl- und Gasfelder erschließen und auf dem heutigen Niveau bleiben, wird die Öl- und Gasproduktion pro Jahr um 1,5 Prozent sinken”, erklärte Wærness. Neue Ressourcen müssten in Betrieb genommen werden, um die langfristige Nachfrage nach Öl und Gas zu befriedigen.

Finden Sie hier die Energy Perspectives 2019.

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