PORT OF KIEL präsentiert erweiterten Fährverkehr nach Norwegen auf der transport logistic

Die Color Carrier bedient die Strecke Kiel-Oslo-Kiel dreimal wöchentlich.©PORT OF KIEL

Kiel, 3. Juni 2019. Der PORT OF KIEL präsentiert den Hafenstandort und sein Dienstleistungsspektrum auf der  heute beginnenden internationalen Transportmesse transport logistic in München gemeinsam mit den Unternehmen Color Line Cargo und SCA Logistics. Schwerpunkte des Kieler Messeauftritts sind die Kapazitätserweiterungen im Fährverkehr nach Norwegen sowie die Verlademöglichkeiten im Roll-on/Roll-off-Verkehr nach Schweden.

Der Kieler Hafen rückt insbesondere seine BLUE PORT-Strategie für mehr Nachhaltigkeit in den Fokus. Zielstellung sei es, weitere Güterverkehre von der Straße für den umweltfreundlichen und staufreien Weg über die Ostsee zu gewinnen, teilt das Unternehmen mit. So könne die Seestrecke zwischen Kiel und Oslo einen bis zu 1.000 Kilometer weiten Transport über europäische Autobahnen ersetzen.

Auf der Route Kiel – Oslo setzt die norwegische Color Line seit Jahresbeginn eine zusätzliche Frachtfähre ein und baut den Güterverkehr von und nach Norwegen weiter aus. Die „Color Carrier“ (1.775 m Spurmeter, 20 Knoten) verkehrt mit drei Rundläufen je Woche, die die täglichen Abfahrten der kombinierten Passagier- und Frachtfähren ergänzen. Je Woche und Richtung werden damit zehn Abfahrten auf der einzigen direkten Fährverbindung zwischen Deutschland und Norwegen angeboten. Akzeptiert werden alle Arten rollender Ladung wie Lkw, Trailer, Container auf Flats oder auch Bau- und Landmaschinen. Das Schiff transportiert ferner Produkte der Automobilindustrie, temperaturgeführte Ladung und klassifizierte Güter gemäß IMDG-Code. Je Überfahrt können bis zu 120 Frachteinheiten befördert werden.

„Von der Frachtfähre geht zudem ein wichtiger Impuls für den kombinierten Ladungsverkehr aus. Wir wollen einen wachsenden Anteil des Seehafenhinterlandverkehrs auf der Schiene transportieren“, erklärt Dirk Claus, Geschäftsführer der SEEHAFEN KIEL GmbH & Co. KG. Am Norwegenkai wurde hierfür der kombinierte Ladungsverkehr wieder aufgenommen und das Terminal an die Shuttle-Züge nach Hamburg angebunden, von wo alle nationalen Kombi-Destinationen erreicht werden.

Um der steigenden Transportnachfrage Rechnung zu tragen, wird das Vorfeld des Kieler Ostuferhafens derzeit vollständig umgestaltet und erweitert. Dieser größte Kieler Hafenteil wurde bereits in den vergangenen Jahren zum Fracht- und Forstproduktzentrum entwickelt. Neben rollender Ladung (Lkw, Trailer, Ex- und Importfahrzeuge) werden Container, Projektladungen und Schwergüter umgeschlagen. Fest etabliert sind auch die Forstprodukttransporte, die in wachsender Anzahl aus Schweden eintreffen. „Insgesamt werden wir in diesem Jahr ca. 800.000 Tonnen Forstprodukte für Zeitungen, Magazine oder Verpackungen im Ostuferhafen umschlagen, lagern und von Kiel innerhalb Europas und auch bis nach Übersee ausliefern.“, sagt Jörn Grage, Geschäftsführer SCA Logistics GmbH.

Vom Kieler Forstproduktterminal verkehren die SCA-RoRo-Frachter zweimal wöchentlich. Angelaufen werden die Häfen Malmö, Sundsvall, Umea und Iggesund. Auf ihrem Weg an die schwedische Küste transportieren die Schiffe insbesondere Fahrzeuge, Projektladungen oder auch Recyclingmaterialien.

Der Stand des Kieler Hafens ist in Halle B3, Stand 113 zu finden.

About businessportalnorwegen

View all posts by businessportalnorwegen →

× Featured

Ideen entwickeln – Ressourcen schonen