Hurtigruten nutzt ab 2020 Biogas aus Fischabfällen

Die MS Nordnorge soll künftig mit Biogas betrieben werden.©Ulf Hansson/Hurtigruten

Hamburg, 27. Mai 2019. Die norwegische Reederei Hurtigruten unterzeichnet einen mehrjährigen Vertrag mit dem norwegischen Unternehmen Biokraft zur Lieferung von klimaneutralem flüssigem Biogas (LBG). Die Postschiffe stechen ab 2020 mit dem umweltfreundlichen Treibstoff aus totem Fisch und anderen organischen Abfällen in See. Anfangs wird der Biogas-Anteil am gesamten Kraftstoff bei zehn Prozent liegen. Er soll aber weiter steigen.

Mit einer Laufzeit von siebeneinhalb Jahren ist der Vertrag zwischen Hurtigruten und Biokraft die bisher umfassendste Vereinbarung über die Lieferung von Flüssigbiogas (LBG) an eine Reederei. Die Partnerschaft beinhaltet die fast tägliche Lieferung von Biogas aus organischen Abfällen an Hurtigruten. Die Schiffe von Hurtigruten sind somit die ersten Schiffe weltweit, die mit fossilfreiem LBG fahren.
Flüssiges Biogas gilt als derzeit umweltfreundlichster verfügbarer Kraftstoff, heißt es in einer Mitteilung von Hurtigruten. Es wird bereits in kleinem Umfang im Verkehrssektor, insbesondere in Bussen, als Kraftstoff eingesetzt. Nordeuropa und Norwegen verfügten über eine große Fischerei- und Forstwirtschaft, die konstante Mengen an organischen Abfällen liefert. Hier liege die einzigartige Chance, bei der Biogasproduktion weltweit führend zu werden.
Hurtigrouten will den konventionellen Antrieb bis 2021 auf mindestens sechs Schiffen durch gasbetriebene Motoren und Batteriepacks ersetzen. Die Hybridschiffe von Hurtigruten fahren dann mit einer Kombination aus sauberem Strom, Flüssigerdgas (LNG) und Biogas (LBG).

Biokraft beschreibt den Vertragsabschluss mit Hurtigruten als „einen bahnbrechenden Meilenstein für die Zukunft der Schifffahrts- und Kreuzfahrtindustrie“.

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