Equinor will in Aserbaidschan und Argentinien weiter wachsen

Die Central Azeri Platform (ACG)©Stuart Conway /BP

Oslo/Baku, 19. April 2019. Der norwegische Energiekonzern Equinor und acht Partner des Offshore-Ölfelds Azeri Chirag Gunashli (ACG) im Kaspischen Meer werden sechs Milliarden US-Dollar in den Bau einer zusätzliche Plattform im Lizenzgebiet investieren. Wie Equinor mitteilte, soll damit die Lebensdauer des ACG-Feldes bis 2049 verlängert werden. Eine entsprechende Vereinbarung wurde mit der Regierung Aserbaidschans getroffen. In Argentinien erweitert das Unternehmen sein Portfolio um sieben Offshore-Explorationsblöcke.

Die neue Plattform namens ACE (Azeri-Central-East) wird in die vorhandene Infrastruktur integriert. Es ist für die Verarbeitung von bis zu 100.000 Barrel Öl pro Tag konzipiert und soll im Laufe seiner Lebensdauer bis zu 300 Millionen Barrel produzieren. Equinor hält einen Anteil von 7,27 Prozent am Ölfeld. Das erste Öl wird 2023 erwartet.

„Equinor hat in Aserbaidschan über viele Jahre erhebliche Werte geschaffen, und wir freuen uns, diesen Meilenstein zu erreichen. Zusammen mit dem Betreiber BP möchten wir dazu beitragen, einen sicheren Betrieb zu gewährleisten, der Equinor über viele Jahre hinweg einen Cashflow zuführt“, sagt Torgrim Reitan Executive Vice President für Entwicklung und Produktion International (DPI) in Equinor.

Die Hauptziele der Plattform sind die Erhöhung der Bohrkapazität, um sowohl die Produktion zu beschleunigen als auch die Erholung zu steigern und das Risiko zu verringern. Darüber hinaus bietet die Plattform Flexibilität, um zukünftige Entwicklungen in der ACG zu ermöglichen. Abweichend von den bisherigen Projekten werde die Bohranlagen vollständig in Aserbaidschan gebaut.

Neben der ACG-Entscheidung von ACG verfolgt Equinor weitere Möglichkeiten in Aserbaidschan. Equinor und sein Partner SOCAR wollen noch in diesem Jahr ein Gutachten in der Karabagh-Lizenz, eine Entdeckung aus dem Jahr 2000, erstellen. Nach den Bohrungen in Karabagh ist geplant, die Aypara-Explorationsbohrung in der Ashrafi, Dan Ulduzu, Aypara-Lizenz zu sstarten.

„Equinor hatte im vierten Quartal des Jahres 2018 eine durchschnittliche Tagesproduktion von 854.000 Barrel pro Tag außerhalb Norwegens. Wir wollen international wachsen, mehr Betreiberrechte übernehmen und nach Wachstumsmöglichkeiten suchen. Aserbaidschan ist für Equinor ein wichtiges Land. In den letzten Jahren konnten wir neue Wachstumschancen in der Region erschließen. Die Entscheidung, das ACG-Feld um eine Plattform zu erweitern, trägt zur internationalen Strategie von Equinor bei“, sagt Reitan.

ACG verfügt derzeit über acht Offshore-Plattformen – sechs Produktionsplattformen und zwei Prozess-, Gaskompressions-, Wasserinjektions- und Versorgungsplattformen. Die Plattformen exportieren Öl und Gas zu Sangachal Terminal, einem der weltweit größten Öl- und Gas-Terminals, in der Nähe von Baku. Im Jahr 2018 betrug die Gesamtproduktion von ACG durchschnittlich 584.000 Barrel pro Tag, wovon Equinor eine Eigenkapitalproduktion von rund 43.000 Barrel pro Tag hat.

Equinor ist seit 1992 in Aserbaidschan vertreten.

Die ACG-Beteiligungen sind: BP (30,37 Prozent), SOCAR (25,0 Prozent), Chevron (9,57 Prozent), INPEX (9,31 Prozent), Equinor (7,27 Prozent), ExxonMobil (6,79 Prozent), TPAO (5,73 Prozent) Prozent), ITOCHU (3,65 Prozent), ONGC Videsh Limited (OVL) (2,31 Prozent).

Auch in Argentinien will Equinor weiter wachsen. Bei der jüngsten Offshore-Lizenzierungsrunde erhielt das Unternehmen sieben neue Lizenzen, davon fünf Blöcke als Betreiber.

Equinor erhielt in Argentinien in der ersten Offshore-Lizenzierungsrunde sieben Offshore-Explorationsblöcke.©Equinor

Equinor startete seine Geschäftstätigkeit in Argentinien im Jahr 2017. Das Unternehmen hält eine 50-Prozent -Beteiligung an der Bajo del Toro-Lizenz (YPF-Betreiber) und ist zu 90 Prozent an der Bajo del Toro Este-Lizenz beteiligt (Partner Gas y Petróleo del Neuquén). Equinor hält zudem einen Anteil von 50 Prozent an der Solaranlage Guanizul 2A (G2A) in Argentinien.

Der norwegische Energiekonzern hat neue Schritte angekündigt, die seine Führungsrolle bei der Erreichung der Klimaziele in der Energiebranche unterstreichen sollen. Wie das Unternehmen mitteilt, stehe das Klima im Mittelpunkt seiner Geschäftsstrategie. In einer gemeinsamen Erklärung, die die Teilnehmer der Investoreninitiative Climate Action 100+  jetzt unterzeichnet haben, verpflichtet sich Equinor, klimabezogene Ambitionen auch über das Jahr 2030 hinaus festzulegen. Ab 2019 will Equinor sein Portfolio einschließlich neuer Investitionen in wesentliche Investitionen auf ein Szenario von deutlich unter 2°C bewerten.

„Equinor entwickelt sich zu einem Energieunternehmen mit Öl und Gas, erneuerbaren Energien und kohlenstoffarmen Lösungen als integralen Bestandteil unseres Geschäfts. Wir sehen unsere CO2-arme Strategie als Wettbewerbsvorteil, der unseren Aktionären langfristig Wert schafft“, sagt Eldar Sætre, Präsident und CEO von Equinor.

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