Sicherheit in Norwegens Ölindustrie weiter verbessert

Auf dem Norwegischen Kontinentalschelf gab es im vergangenen Jahr keine schweren Unfälle.©PSA

Oslo, 10.April 2019. In der norwegischen Ölindustrie ist die Gefahr schwerer Unfälle so gering wie nie zuvor. Die Petroleum Safety Authority Norway (PSA) bescheinigt der Branche in ihrem jüngsten Bericht zur Entwicklung des Risikoniveaus der Erdölaktivitäten (RNNP) für das Jahr 2018 Fortschritte in wichtigen Bereichen. Verbesserungsbedarf bestehe vor allem in den Anlagen an Land.

“Das Sicherheitsniveau in der norwegischen Erdölindustrie ist hoch”, sagt Anne Myhrvold, Generaldirektorin der Petroleum Safety Authority Norway (PSA). „Wir sehen einen positiven Trend für das Risiko schwerer Unfälle, einschließlich des Risikos für Kohlenwasserstofflecks. Wir haben im vergangenen Jahr auch keine tödlichen Unfälle erlebt, auf dem Norwegischen Kontinentalschelf hat sich die Zahl der der Körperverletzung verringert.”

Myhrvold stellt jedoch fest, dass es zu viele Kohlenwasserstoff-Lecks, Unfälle mit herunterfallenden Gegenständen, Verletzungen und andere schwere Zwischenfälle gab. „Wir können uns damit nicht zufrieden geben”, so Myhrvold weiter. Die Industrie und die Unternehmen seien dafür verantwortlich, die Sicherheit kontinuierlich zu verbessern.

In dem Bericht wird die Verminderung des Risikos insbesondere in den der landgestützten Erdölanlagen angemahnt. In diesen Einrichtungen gebe es eine zunehmende Häufigkeit schwerer Körperverletzungen. Zudem sei die Zahl der Vorfälle mit einem großen Unfallpotenzial dort seit langem stabil.

Im Jahr 2018 gab es  auf dem Norwegischen Kontinentalschelf keine schweren Unfälle.

Die Zahl der Beinaheunfälle, die möglicherweise zu schweren Unfällen hätten führen können, hat sich seit 2002 verringert. Im Jahr 2018 gab es 31 derartige Vorfälle, den niedrigsten Stand seit Beginn der Messungen.

Im Jahr 2018 wurden sieben nicht entzündbate Kohlenwasserstoff-Lecks festgestellt, verglichen mit zehn im Vorjahr. Dies ist die zweitniedrigste Stand, der bisher registriert wurde.

Von den 14 im Jahr 2018 registrierten Vorkommnissen für Bohrlochkontrollen waren 13 in der niedrigsten Risikokategorie und einer mit mittlerem Risiko.

Sechs Schadensfälle an Bauwerken und maritimen Systemen wurden registriert, im Jahr 2017 waren es noch fünf.

Der Gesamtindikator für das Risiko schwerer Unfälle, der die Fähigkeit der Branche zur Steuerung von Risikofaktoren widerspiegelt, ist auf dem niedrigsten Niveau, das jemals erreicht wurde.

Wie der Bericht feststellt, gibt es große Unterschiede in der Risikobewertung zwischen einzelnen Offshore-Anlagen und Landanlagen.

Im Jahr 2018 traten in den acht Landanlangen zehn Beinaheunfälle mit einem potenziellen Unfallrisiko auf, verglichen mit neun im Vorjahr. Bei sieben Vorkommnissen handelte es sich um nicht entzündbare Kohlenwasserstofflecks, zwei waren entzündbare Kohlenwasserstofflecks und eines war ein Feuer, das mit dem Verarbeitungsprozess nichts zu tun hatte. Diese Anzahl von Beinaheunfällen ist seit mehreren Jahren relativ stabil.

Anlagen auf dem norwegischen Kontinentalschelf meldeten 2018 193 Personenschäden gegenüber 204 im Vorjahr. 25 wurden als schwerwiegend eingestuft. Die Zahl der schwerwiegenden Personenschäden pro Million Arbeitsstunden ging 2018 gegenüber dem Vorjahr zurück.

In den Anlagen an Land gab es neun schwere Körperverletzungen, drei mehr als im Vorjahr. Schwerwiegende Personenschäden pro Million Arbeitsstunden waren im vergangenen Jahr auf dem höchsten Stand seit 2013.

De PSA ist eine unabhängige staatliche Aufsichtsbehörde, deren Aufgabe darin besteht, die Sicherheit, die Notfallvorsorge und das Arbeitsumfeld der norwegischen Erdölaktivitäten auf dem norwegischen Kontinentalschelf und an Land zu überwachen.

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