Regierung will staatliche Beteiligung an Bohrung zum CCS-Projekt

Per Schiff und Pipeline kann Kohlendioxid aus verschiedenen Teilen Europas zum Norwegischen Kontinentalschelf transportiert und dort unterirdisch gespeichert werden.©Gassco

Oslo, 11. April 2019. Der norwegische Staat soll sich finanziell an einer Explorationsbohrung zur Überprüfung von CO₂-Speichermöglichkeiten von auf dem norwegischen Festlandsockel beteiligen. Die Regierung unterbreitete dem norwegischen Parlament Storting jetzt einen entsprechenden Vorschlag. Die Bohrung ist Teil eines Demonstrationsprojektes zur Abscheidung und Speicherung von CO₂, das in Norwegen realisiert werden soll.

An dem Vorhaben sind unter anderem die Industrieunternehmen Norcem, eine Tochter der HeidelbergCement, und das Müllaufbereitungswerk Fortum Oslo Varme beteiligt. Sie untersuchen den Prozess der Abscheidung von CO₂ in ihren Werken. Die Energieunternehmen Equinor, Shell und Total beschäftigen sich mit dem Transport und der Lagerung von CO₂. Die drei Unternehmen finanzieren einen Großteil der Kosten des Pre-Engineering und haben die Regierung aufgefordert, sich an der Finanzierung der ersten Erkundungsbohrung zu beteiligen. Sie soll weitere Informationen darüber liefern, wie geeignet das geplante Reservoir als Lagerplatz für CO2 ist und welche Kapazität es bietet.

“Ich freue mich, dass wir uns jetzt mit den Unternehmen auf die Kostenverteilung für die Bohrung geeinigt haben. Dies wird einen erheblichen Aufwand für Staat und Unternehmen bedeuten. Die Vereinbarung über die Finanzierung zeigt, dass sowohl die Unternehmen als auch der Staat einen klaren Willen haben, die notwendigen Entscheidungen zu treffen, um das Projekt weiter voranzutreiben”, sagt Energieminister Kjell-Børge Freiberg.

Wenn der Storting zustimmt, übernimmt der Staat 75 Prozent der Gesamtkosten von 535 Millionen NOK.

Die Regierung hat das Ziel, eine kostengünstige Lösung für die vollständige Erfassung, den Transport und die Speicherung von CO₂ in Norwegen zu realisieren, da dies die Technologieentwicklung in einer internationalen Perspektive ermöglicht.

Botschafter aus mehreren EU-Ländern hatten am 11. April Gelegenheit, sich über die CCS-Technologie in Norwegen zu informieren. Das norwegische Ministerium für Erdöl und Energie, der Leitungsbetreiber Gassco und das für den CCS-Prozess zuständige staatliche Unternehmen Gassnova hatten am 11. April in Zusammenarbeit mit der EU-Delegation in Norwegen zu einem Besuch bei Gassco und im Technology Center für CCS in Mongstad eingeladen. Darüber hinaus besuchten sie das Erdgasaufbereitungswerk Kårstø sowie Haugsneset, der Ort, an dem das stromkabel zur Versorgung des Johan Sverdrup-Feldes startet.

Trude Sundset, CEO von Gassnova, stellte den Botschaftern die norwegische CCS-Initiative vor. @Regjeringen.no

Lesen Sie hier mehr zum norwegischen CCS-Demonstrationsprojekt.


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