ABB, SINTEF und Fiskerstrand testen Brennstoffzellen für weltweit erste Wasserstoff-Hybridfähre

Konzeptskizze einer Wasserstoff-Hybridfähre. 
©Fiskerstrand Holding

Trondheim, 3. April 2019. Das Unternehmen ABB, das Forschungsinstitut SINTEF und die Werft Fiskerstrand testen gemeinsam Brennstoffzellen für die weltweit erste Umrüstung auf eine Wasserstoff-Hybridfähre.

Das Labor von ABB und SINTEF Ocean in Trondheim wird untersuchen, wie Brennstoffzellen und Batterien am besten kombiniert werden können, um auf Fähren optimal zu funktionieren. Außerdem wird getestet, wie diese Energiequellen am besten in andere Systeme im Maschinenraum für integriert werden können. Die Ergebnisse werden auch einen Einblick in die zukünftige Gestaltung von Vorschriften für die Verwendung von Wasserstoff an Bord geben.

Die Tests simulieren die Bedingungen, die die Fähre auf einer zehn Kilometer langen Strecke erwarten, um sicherzustellen, dass das Antriebssystem einschließlich der Brennstoffzellen robust genug ist.

“Wir hoffen, dass wir einen Einblick in das bekommen, was wir brauchen, um eine Fähre mit Wasserstoff-Brennstoffzellen für unser HYBRIDskip-Projekt zu liefern”, sagt Kåre Nerem, Projektmanager bei Fiskerstrand. “Das Wissen von ABB über die Systemintegration in Kombination mit der langjährigen Erfahrung von SINTEF Ocean mit maritimen Antriebssystemen und dem Know-how von SINTEF Industry in der Brennstoffzellentechnologie wird hier zum Schlüssel für die Lösung.”

Das HYBRIDskip-Projekt wurde 2017 gestartet und wird von Fiskerstrand geleitet. Es wird vom Research Council, Innovation Norway und Enova durch das Förderprogramm Pilot-E unterstützt. Das Projekt wird eine emissionsfreie Fähre mit Wasserstoffbrennstoffzelle liefern und soll auf einer norwegischen Route bis Ende 2020 in Betrieb gehen.

“Das Projekt ist ein wichtiger Schritt in Richtung eines praktischen Einsatzes von Wasserstoff-Brennstoffzellen für den maritimen Antrieb!, sagt Jostein Bogen, Produktmanager für Energiespeicher und Brennstoffzellen bei ABB. Ser Schlüssel der Tests sei die Definition einer optimalen Konfiguration des Antriebssystems, um sowohl die Kraftstoffeffizienz als auch die Lebensdauer der Brennstoffzelle und die Lebensdauer der Batterie zu maximieren.

ABB und SINTEF Ocean haben 2014 gemeinsam in ein maritimes Hybridlabor und im vergangenen Jahr in eine Erweiterung mit Brennstoffzellen für zukünftige Entwicklungsarbeiten investiert. “Zusammen mit dem Wasserstoff- und Brennstoffzellenlabor von SINTEF Industrial wird die Modernisierung des Hybridlabors zur Weiterentwicklung, Validierung und Optimierung der Steuerung für moderne maritime Energiesysteme beitragen”, erklärt Anders Valland, Forschungsdirektor für maritime Energiesysteme bei SINTEF Ocean.

Das gemeinsame Entwicklungsprogramm von ABB und SINTEF soll auch nach Lösungen für die Wasserstoffinfrastruktur suchen. Außerdem wird erwartet, dass die Testergebnisse die Arbeit der norwegischen maritimen Direktion für die Regulierung, Erleichterung und Zulassung von Wasserstoff als Kraftstoff beschleunigen.

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