Statkraft steigt aus Windenergie in Norwegen aus

Der Windpark Roan im Dezember 2018©Fosen Vind

Oslo, 28. März 2019. Der norwegische Energieversorger Statkraft will seine Investitionen in die Windenergie in Norwegen reduzieren und sich nach Abschluss der im Bau befindlichen Projekte nicht weiter im Lande in diesem Bereich engagieren, berichteten norwegische Medien. Stattdessen werde die Entwicklung der Windenergie im Ausland vorangetrieben. Das Unternehmen werde die drei geplanten Parks Fosen, Kvinesdal und Remmafjellet fertigstellen, aber dann sei es vorbei, sagt CEO Christian Rynning-Tønnesen gegenüber Dagens Næringsliv.

Wir schließen Fosen ab und wollen die zwei Windparks in Kvinesdal und am Remmafjellet bauen, aber in Norwegen werden wir nicht weiter suchen, so Tønnesen. Er begründet die Wahl unter anderem mit fallenden Strompreisen.

Statkraft werde sich auf andere Ländern in Europa, Südamerika und Asien konzentrieren.Das Unternehmen ist Norwegens größter Entwickler von Windenergie.

“Die Haltung von Statkraft überrascht mich sehr. Eine große Enttäuschung. Statkraft verfügt über ein solides Know-how in der Windkraft. Das bedeutet jedoch nicht, dass in Norwegen weniger Windkraft gebaut wird”, zitiert TU.no den Chef des Windkraft-Verbandes Norwea, Øyvind Isachsen.

Ende Februar wurde der Roan-Windpark vollständig in Betrieb genommen. Er ist der erste von sechs Windparks, die zum Windparks Fosen gehören, dem größten Windpark Europas.

Windkraft ist die am schnellsten wachsende Form der Stromerzeugung in Norwegen. 2018 wurden acht neue Windenergieanlagen in Betrieb genommen, die insgesamt 1,7 TWh Windkraft erzeugen. Gleichzeitig befanden sich Ende des Jahres sieben TWh-Windkraftproduktion im Bau.

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