Nussir ASA erhält Betriebslizenz zur Kupferförderung in Kvalsund

©Nussir

Oslo, 14. Februar 2019.  Das Ministerium für Handel und Industrie erteilte dem Unternehmen  Nussir ASA eine Betriebsgenehmigung für die Gewinnung von Kupfer in der Gemeinde Kvalsund am Repparfjord.Das Bergbauprojekt stärke die Rohstoffbasis im Norden. Dies werde mit neuen Arbeitsplätzen und Know-how einen positiven Beitrag zur Entwicklung der lokalen Gemeinschaft leisten, erklärte Industrieminister Torbjørn Røe Isaksen. Bei Umweltschützern steht das Projekt in der Kritik.

Kvalsund ist eine Gemeinde in der Provinz Finnmark in Nordnorwegen. Kvalsund liegt zwischen der erdgasreichen Stadt Hammerfest und Alta, der größten Stadt der Finnmark. Das Nussir-Feld wurde Ende der 70er Jahre entdeckt und ist die größte Kupfervorkommen Norwegens.

Wie die Regierung mitteilt, soll  die Gewinnung des Rohstoffes auf umweltfreundliche und nachhaltige Weise erfolgen. Die Auswirkungen der Deponie auf die Umwelt seien sorgfältig geprüft worden. “Wir sind zuversichtlich, dass die Ablagerung nicht mit unannehmbaren Auswirkungen auf die Umwelt und die Meeresfrüchteindustrie einhergeht”, so Isaksen.

Das Bergbauprojekt berührt zwei Rentierweidebezirke. Die Interessen der Rentierhaltung und die Berücksichtigung der samischen Kultur waren für die Beurteilung des Antrags durch das Ministerium wichtig. Daher habe die Regierung Konsultationen mit dem betroffenen Rentierweidendistrikt und dem samischen Parlament geführt. Allerdings habe das Ministerium keine Einigung mit dem samischen Parlament erzielt.

Das Ministerium gehe ebenfalls davon aus, dass das Bergbauprojekt Auswirkungen auf die Rentierhaltung haben wird, es jedoch mit Anpassungen umgesetzt werden kann, die die Auswirkungen minimieren. Daher wurden entsprechende Maßnahmen getroffen. Eine dieser Maßnahmen besteht darin, dass das Ulveggen-Vorkommen während der Kalbungsphase (1. Mai bis 15. Juni) nicht betrieben werden darf.

Nach Auffassung des Ministeriums wird die Maßnahme die Rentierhaltung oder die Kultur der Samen in Sami daher nicht behindern oder erheblich beeinträchtigen.

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