EU initiiert Konferenz zum CO2-Management in Norwegen

Der Minister für Erdöl und Energie, Kjell-Børge Freiberg, traf sich am 5. Februar auf der Energiekonferenz in Brüssel mit dem EU-Klima- und Energiekommissar Miguel Arias Cañete. Cañete konnte hier bekannt geben, dass er im Herbst eine separate Konferenz zum Umgang mit CO2 in Norwegen initiiert hat.©Ole Berthelsen/OED
Der Minister für Erdöl und Energie, Kjell-Børge Freiberg, traf sich am 5. Februar auf der Energiekonferenz in Brüssel mit dem EU-Klima- und Energiekommissar Miguel Arias Cañete. Cañete konnte hier bekannt geben, dass er im Herbst eine separate Konferenz zum Umgang mit CO2 in Norwegen initiiert hat.©Ole Berthelsen/OED

Brüssel, 5. Februar 2019. Die Europäische Kommission will im Herbst dieses Jahres zu einer Konferenz zum CO2-Management in Norwegen einladen. Das erklärte EU-Klima- und Energiekommissar Miguel Arias Cañete während des Treffens mit Kjell-Børge Freiberg, Minister für Erdöl und Energie, zur vierten Energiekonferenz EU-Norwegen. Arias Cañete als auch Freiberg hoben in ihren Reden die Bedeutung des norwegischen Erdgases für den Übergang zu einer emissionsarmen Gesellschaft hervor.

“Aus meiner Sicht wird Gas für die kommenden Jahrzehnte eine Schlüsselrolle im europäischen Energiemix spielen. Gas sei zuverlässig, flexibel und erschwinglich und habe bei der Umstellung auf ein emissionsarmes Energiesystem viel zu bieten”, sagte Freiberg in seinem Eröffnungsstatement.

Im November vergangenen Jahres hatte die  Europäische Kommission die Strategie für ein klimaneutrales Europa bis 2050 vor dem Hintergrund des Pariser Abkommens vorgelegt. CO2 -Management (CCS) ist als eines von sieben technologischen Instrumenten zur Erreichung der Ziele der Strategie definiert. Bei dem Treffen mit Arias Cañete wurde außerdem vereinbart, dass die Abscheidung und Speicherung von CO2 ein wichtiges Instrument für die EU sein wird, um die Klimaziele zu erreichen.

Es gebe kein glaubwürdiges Szenario, das die Ziele des Pariser Abkommens ohne die umfassende Einführung des CO2-Managements in Europa erfüllt, so Freiberg weiter. Das bedeute aber nicht, dass sich das Energiesystem nicht ändern müsse. Das CO2-Management werde auch nicht mit erneuerbaren Energien konkurrieren.

Freiberg lobte die Initiative des EU-Kommissars zur Organisation einer Konferenz zum CCS-Prozess. “Eine solche Konferenz ermöglicht es uns, die verbleibenden Hindernisse in großem Umfang gemeinsam zu identifizieren. Gleichzeitig wird eine solche Konferenz die Gelegenheit bieten, hervorzuheben, auf welche Weise das norwegische Projekt zu den Zielen Europas bei der Verringerung der Emissionen beiträgt. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um die EU daran zu erinnern, dass wir Unterstützung brauchen”, sagt der Minister.

An der Energiekonferenz nahmen auch Vertreter der Europäischen Kommission, des Europäischen Parlaments, der Förderagentur Enova, Gas Nova und anderen Energieunternehmen teil.

 

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