Wahl des Standortes Trondheim gut für Norwegen

Erna Solberg bei der Besichtigung des Sieens-Werkes in Trondheim.@BPN
Erna Solberg bei der Besichtigung des Siemens-Werkes in Trondheim.@BPN

Trondheim, 28. Januar 2019. BusinessPortal Norwegen hatte am Rande der Eröffnungsfeier der Siemens-Fabrik für Batteriemodule in Trondheim Gelegenheit zu einem kurzen Gespräch mit Ministerpräsidentin Erna Solberg.

Welche Bedeutung messen Sie der Tatsache bei, dass die Batteriesysteme von einem deutschen Unternehmen in Trondheim entwickelt und produziert werden?
Für uns ist es nicht wichtig, dass Siemens ein deutsches Unternehmen ist. Wichtig ist, dass es sich um ein gutes Unternehmen handelt, das über umfangreiche Kompetenzen in vielen Bereichen und auch in der Region verfügt. Dass Siemens in Trondheim die Möglichkeiten zum Aufbau einer solchen Fabrik erkannt und diese Fabrik hier angesiedelt hat, hat für Norwegen natürlich eine großer Bedeutung. Deutschland ist bekannt für sein Wissen im Bereich Engineering in der Industrie, und dass man Norwegen als Standort für eine solche Fabrik ausgewählt hat, ist natürlich gut für Norwegen.

Können Sie sich weitere deutsch-norwegischen Projekte dieser Art vorstellen?
Es gibt ja bereits interessante Projekte und eine breite Kooperation zwischen deutschen und norwegischen Unternehmen, beispielsweise zwischen der norwegischen Aluminiumindustrie und deutschen Automobilherstellern. Norwegen produziert einen großen Teil des Aluminiums und der Teile für die deutsche Kfz-Industrie.

Was kann Deutschland von Norwegen im Bereich Innovation und Umwelt lernen?
Länder können voneinander in den Gebieten lernen, in denen sie über spezielle Kompetenzen verfügen. Norwegen hat spezielles Wissen und spezielle Erfahrungen  im maritimen Sektor. in der Öl- und Gasindustrie und in der Produktion auf dem Meeresboden. Deutschland und Norwegen sind sich sehr ähnlich, beispielsweise in der Art und Weise, wie wir in der Industrie arbeiten. So sind gut ausgebildete Arbeitskräfte in beiden Ländern ein wichtiger Wettbewerbsvorteil. So können wir als Hochlohnländer wettbewerbsfähig bleiben. Aber natürlich gibt es viele Bereiche, in denen wir uns gegenseitig ergänzen können.

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