Statkraft liefert ab 2021 Ökostrom an Mercedes-Benz Cars

Der Windpark Bassum ist einer der Windparks, aus denen Statkraft regenerativen Strom an Mercedes-Benz liefert.©Statkraft
Der Windpark Bassum ist einer der Windparks, aus denen Statkraft regenerativen Strom an Mercedes-Benz liefert.©Statkraft

Stuttgart/Düsseldorf, 18. Dezember 2018. Der norwegische Energieversorger Statkraft und der deutsche Autobauer Mercedes-Benz haben einen Vertrag über die Lieferung von erneuerbarem Strom unterzeichnet. Ab 2021 bezieht Mercedes-Benz Cars von Statkraft Strom aus sechs Bürgerwindparks in Niedersachsen zur Versorgung des Bremer Mercedes-Benz-Werks sowie der Batterieproduktionsstandorte wie Kamenz und Stuttgart-Untertürkheim. Im September 2018 hatte Statkraft angekündigt, nach Ablauf der EEG-Förderung drei bis fünf Jahre lang Strom aus diesen Parks zu beziehen.
Mercedes-Benz Cars ist der erste große Industriekonzern, der Strom aus deutschen Windparks bezieht, deren Fördermittel nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) nach 2020 auslaufen.
„Diese Vereinbarung unterstreicht unsere führende Position in Europa bei der direkten Versorgung von Industriekunden mit Strom aus nicht subventionierten erneuerbaren Vermögenswerten. Ein Betrieb ohne Subventionen ist oft möglich, wenn marktorientiertes Handeln, gezieltes Marketing und ein effizienter Anlagenbetrieb zusammenkommen“, sagt Dr. Carsten Poppinga, Geschäftsführer von Statkraft in Deutschland.

Wie Statkraft mitteilt, mache das Unternehmen gemeinsam mit Mercedes-Benz Cars den ersten Schritt auf dem Weg zu einer CO2-neutralen Energieversorgung der deutschen Werke. In dem zwischen Mercedes und Statkraft geschlossenen Vertrag wird der von den Windparks bereitgestellte Strom in den bestehenden Liefervertrag der Enovos Energie Deutschland GmbH integriert. Enovos sorgt vor allem für die Rechnungslegung, die Netznutzung und die Integration der Ökostromversorgung in das Energieportfolio der Mercedes-Benz-Werke.
Nach dem Inkrafttreten der Vereinbarung wird der im Windpark erzeugte Ökostrom in das Netz eingespeist und gleichzeitig von den Mercedes-Benz-Anlagen aus dem Netz gezogen. Die Stromerzeugung ist entsprechend den unterschiedlichen Enden der EEG-Förderung für die einzelnen Anlagen gestaffelt. Der Plan sieht 2021 33,1 Millionen Kilowattstunden (kWh) vor. In den Jahren 2022 bis 2024 werden voraussichtlich 74 Millionen kWh und für das Jahr 2025 eine Lieferung von 21,8 Millionen kWh vorgesehen.
Die sechs Windparks mit 31 Turbinen befinden sich im Umkreis von etwa 25 Kilometern von der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover sowie in Bassum, 30 Kilometer südlich von Bremen. Die Anlagen erzeugen rund 74 GWh pro Jahr und haben eine installierte Leistung von 46 MW. Die zwischen 1999 und 2001 in Kraft gesetzten Subventionen aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz laufen nach 20 Jahren aus.
Bislang garantierte das EEG den Windparkbetreibern einen festen Subventionssatz für den Strom. Ab dem 1. Januar 2021 läuft die EEG-Förderung für rund 6.000 deutsche Windenergieanlagen aus. Insgesamt entspricht dies einer installierten Leistung von 4,5 GW, die für die Versorgung von rund 2,1 Millionen Haushalten ausreicht. Ab 2022 werden jedes Jahr weitere Werke von der EEG-Vergütung abgesetzt. Nach heutigen Daten könnte dies jährlich etwa 1.600 Windenergieanlagen mit einer installierten Gesamtleistung von 2,5 Gigawatt zwischen 2022 und 2026 betreffen.
Statkraft ist Europas größter Produzent erneuerbarer Energien und ein wichtiger Akteur im Energiehandel. Als führender PPA-Anbieter (Power Purchase Agreement) bringt die Gruppe Stromerzeuger und Unternehmen aus Handel und Industrie in ganz Europa zusammen und entwickelt neue Konzepte, die für beide Seiten einen Mehrwert bieten. In Deutschland ist Statkraft Marktführer im Management von erneuerbaren Vermögenswerten für Dritte mit einem Gesamtportfolio von 10.000 MW.

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