Weitere Regierungsumbildung: Energie- und Verkehrsminister verlassen das Kabinett

Pressekonferenz zur Regierungsumbildung, v.l.: Ketil Solvik-Olsen og olje- og energiminister Terje Søviknes Erna Solberg,©Regjeringen.no
Pressekonferenz zur Regierungsumbildung, v.l.: Terje Søviknes, Erna Solberg und Ketil Solvik-Olsen©Regjeringen.no

Oslo, 30. August 2018. Norwegens Regierung wurde ein weiteres Mal umgebildet. Der bisherige Verkehrsminister Ketil Solvik-Olsen und der Minister für Erdöl und Energie Terje Søviknes verlassen das Kabinett. Das Energie-Ressort übernimmt Kjell-Børge Freiberg von der Fortschrittspartei (Frp). Jon Georg Dale, bisheriger Minister für Landwirtschaft und Ernährung, wird Verkehrsminister. Der Parlamentarier Bård André Hoksrud übernimmt den Posten des  Ministers für Landwirtschaft und Ernährung.

Der neue Energieminister Freiberg, geboren 1971, war von 2007 bis 2015 Bürgermeister von Hadsel in Nordland. 2015 wurde Freiberg Staatssekretär im Ministerium für Erdöl und Energie. 2017 wurde er in das norwegische Parlament, Storting, gewählt und ist dort Mitglied des Ernährungsausschusses. Er absolvierte eine Ausbildung an der staatlichen Fischereischule und besitzt ein Zertifikat als Prozessingenieur in der Lebensmittelindustrie. Nach seinem Studium war er bei dem Fischfutterproduzenten Skretting in Stokmarknes tätig. 

Verkehrsminister Ketil Solvik-Olsen hatte um seinen Entlassung gebeten, um seiner Frau in die Vereinigten Staaten zu begleiten, wo sie einen Job als Kinderärztin erhielt. Überraschend kam nach Ansicht norwegischer Medien der Rücktritt des Energieministers Terje Søviknes. Dagens Næringsliv (DN) berichtet, Søviknes wolle in die lokale Politik zurückzukehren. Bevor Søviknes Minister wurde, war er Bürgermeister der Gemeinde Os in Hordaland. DN spekuliert darüber hinaus, dass der Rücktritt mit einem Verfahren zusammenhängt, bei dem vor 20 Jahren untersucht wurde, ob es sich um eine Straftat handelt, dass Søviknes Sex mit einem damals 16-jährigen Mädchen hatte. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft war dies nicht als Straftat bewertet worden. Im Juli ging erneut eine Beschwerde zu diesem Fall beim Generalstaatsanwalt ein.

Die norwegische Regierung setzt sich aus den Parteien  Høgre (H), Fortschrittspartei (FrP) und Venstre (V) zusammen.

Premierministerin
Erna Solberg (H)

Finanzen
Siv Jensen (FrP)

Ministerin für Kultur
Trigon Skei Grande (V)

Minister für Wissen und Integration
Jan Tore Sanner (H)

Verkehrsminister
Jon Georg Dale (Fr.)

Ministerin für Kommunalverwaltung und Modernisierung
Monica Mæland (H)

Gesundheitsminister
Bent Høie (H)

Außenministerin
Ine Eriksen Søreide (H)

Industrieminister
Torbjørn Røe Isaksen (H)

Ministerin für Arbeit und Soziales
Annika Hauglie (H)

Ministerin für Kinder und Gleichstellung
Linda Cathrine Hofstad Helleland (H)

Verteidigungsminister
Frank Bakke-Jensen (H)

 Gesundheitsministerin
Åse Michaelsen (FrP)

Klima- und Umweltminister
Ola Elvestuen (V)

Entwicklungsminister
Nikolai Eivindsson, Astrup (H)

Forschungs- und Hochschulministerin
Iselin Nybø (V)

Justiz-, Bereitschafts- und Einwanderungsminister
Tor Mikkel Wara (FrP)

Fischereiminister
Harald Tom Nesvik (Fr.)

Öl- und Energieminister
Kjell-Børge Freiberg (FrP)

Minister für Landwirtschaft und Ernährung
Bård André Hoksrud (FrP)

 

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