Lundin entdeckt mit neuer Technologie „extrem kommerzielle“ Ölregion

Mit einer Horizontalbohrung in Verwittertes und gebrochenes Gestein entdeckt Lundin Ölreserven©Lundin
Mit einer Horizontalbohrung in verwittertes und gebrochenes Gestein entdeckte Lundin Norge im Rolvsnes-Feld neue Ölreserven©Lundin

Stavanger, 27. August 2018. Lundin Norway AS (Lundin Norge), eine 100-prozentige Tochtergesellschaft des schwedischen Öl- und Gaskonzerns Lundin Petroleum AB (Lundin Petroleum), hat auf dem Norwegischen Kontinentalschelf im Rolvsnes-Feld (PL338C) Testbohrungen erfolgreich abgeschlossen. Wie das Unternehmen mitteilt, sei Lundin Norge durch den Einsatz neuer Technologien bei Bohrungen in gebrochenem und verwittertem Gestein auf eine neue Öl-Region gestoßen. Der Brunnen 16 / 1-28 S ist das erste Bohrloch auf dem norwegischen Kontinentalschelf mit einem horizontalen Reservoirabschnitt in einer gebrochener und verwitterter Lagerstätte.

Die Region sei extrem kommerziell, sagte Kristin Færøvik, Geschäftsführerin von Lundin Norge, auf einer Pressekonferenz anlässlich der Öl- und Gasmesse ONS in Stavanger. Lundin Norge ist mit einem Anteil von 50 Prozent der Betreiber der Lagerstätte  PL338C. Partner sind Lime Petroleum mit 30 Prozent und die österreichische OMV mit 20 Prozent.

Der Lagerstätte werden ein erhebliches Volumen und eine hohe Produktivität zugeschrieben. Bisher waren die Ressourcen in diesem Feld auf drei bis 16 MMboe und damit als nicht kommerziell eingestuft worden. Nach dem jetzt erfolgten Test werden diese jedoch auf auf 14 bis 78 Millionen Barrel Öl-Äquivalent (MMboe) geschätzt. Es seien erweiterte Bohrlochtest erforderlich, um die langfristige Produktivität des Reservoirs besser zu erkunden. Das Rolvsnes-Gebiet verfüge zusammen mit dem nahegelegenen Goddo-Gebiet, in dem im kommenden Jahr Probebohrungen geplant sind, voraussichtlich über ein Brutto-Potenzial von mehr als 250 MMboe. Bei Goddo ist Lundin Norway mit einem Anteil von 40 Prozent ebenfalls Betreiber, Partner sind Petoro, Lime Petroleum und Concedo mit je 20 Prozent.

Der bewertete Brunnen befindet sich etwa drei Kilometer von der von Lundin betriebenen Edvard-Grieg-Plattform in Norwegen und ist das dritte Bohrloch mit Ölfunden im Rolvsnes-Gebiet. Das Hauptziel bestand darin, kommerzielle Raten aus einem horizontalen Bohrloch zu bestätigen, das in geborstene und verwitterte Lagerstätten gebohrt wurde, ähnlich denen, die derzeit im nördlichen Bereich des Edvard-Grieg-Feldes produziert werden.

Der Brunnen wurde horizontal im Reservoir-Intervall gebohrt. Dabei wurden umfangreiche Daten erfasst, Proben im Reservoir genommen und ein 10-tägiger Produktionstest mit Produktionsprotokollierung und Bodenlochfluidproben durchgeführt. Das Bohrloch wurde von der COSL Innovator Semi-Submersible-Bohranlage gebohrt.

„Ich freue mich sehr, den erfolgreichen Abschluss des Tests und der Produktionstests bei Rolvsnes bekannt geben zu können. Es ist nicht oft, dass ein Unternehmen in der Lage ist, das Risiko für ein neues bohrungsbestätigtes Konzept in einer Jurisdiktion wie Norwegen zu minimieren, und mit den Ergebnissen bei Rolvsnes bin ich von dem beträchtlichen Potenzial dieses verwitterten und gebrochenen Lagers auf der Utsira High überzeugt”, erklärt Alex Schneiter, Präsident und CEO von Lundin Petroleum. Das Schlüsselelement sei der Nachweis der kommerziellen Produktionsraten und der damit verbundenen Ölmengen gewesen. Die Erwartungen seien bei beiden übertroffen worden. 

Lundin Petroleum ist eine der führenden unabhängigen Öl- und Gasexplorations- und -produktionsgesellschaften in Europa mit Schwerpunkt auf Norwegen. Das Unternehmen ist an der NASDAQ Stockholm gelistet.

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