Oslo tritt 3. EU-Energiepaket bei

Das norwegische Parlement Storting in Oslo©BPN
Im norwegischen Parlament Storting fiel jetzt die Entscheidung zum Beitritt Norwegens zum 3. Energiepaket der EU©BPN

Oslo, 22. März 2018. Norwegen übernimmt die Energieregeln der Europäischen Union. Die Mehrheit im norwegischen Parlament stimmte am 22. März dem Beitritt des Landes zum 3. EU-Energiepaket und damit einer engeren Zusammenarbeit mit dem europäischen Energiebüro Acer zu. Die Agentur für die Zusammenarbeit der Energieregulierungsbehörden mit Sitz im slowenischen Ljubljana hat die Aufgabe, die nationalen Regulierungsbehörden zu überwachen. Mit dem Beitritt zum dritten Energiepaket der EU will die norwegische Regierung die engen Beziehungen Norwegens zur Europäischen Union speziell im Energiebereich bewahren.

Gegner des Beitritts befürchteten, Norwegen könnte die Kontrolle über seine Wasser-Ressourcen und die Energiepolitik insgesamt verlieren.

“Wir können Umweltprobleme nicht alleine lösen. Während die EU ihre Emissionen seit 1990 deutlich reduziert hat, hat Norwegen seine Emissionen erhöht”, schrieb  Martin Nielsen, Mitglied der Umweltpartei De Grønne, in einem Gastbeitrag für Dagbladet. “Norwegen sollte sich an der internationalen Zusammenarbeit für erneuerbare Energien beteiligen, auch wenn es um den Verzicht der Macht geht. Der Kern aller verbindlichen Partnerschaften – von Ehen bis zu Handelsabkommen – besteht darin, dass Sie einige Spielregeln eingehen, die Sie später nicht einseitig ändern können.”

Im Rahmen des EWR-Abkommens hat Norwegen die Möglichkeit, die Übernahme von EU-Vorschriften zu verweigern. Dies ist jedoch noch nie geschehen.

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