Nordic-Baltic 8 präsentierten sich in Frankfurt/Main

Podiumsdiskussion zur NB-8-Initiative in der IHK Frankfurt/Main©IHK Frankfurt/Main
Podiumsdiskussion zur NB-8-Initiative in der IHK Frankfurt/Main©IHK Frankfurt/Main

Frankfurt/Main, 13. März 2018. Etwa 200 Gäste informierten sich am 13. März auf der Veranstaltung “Aufbruch in Europas Norden. Die NB-8-Initiative der baltischen und nordischen Staaten” über den aktuellen Stand der Zusammenarbeit der nordischen Staaten Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden sowie der drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen. Organisiert wurde die Veranstaltung von der IHK Frankfurt am Main in Zusammenarbeit mit den baltischen und nordischen Honorarkonsuln in Frankfurt/Main, unter ihnen der Königlich Norwegische Honorarkonsul in Hessen, Dr. Ingo Klöcker.

In ihrem Grußwort zu Beginn der Konferenz in Frankfurt/Main stellte Dr. Kaja Tael, Estlands Botschafterin bei der EU, das wirtschaftliche Potenzial Estlands vor. Das Land zeichne sich durch seine Wirtschaftsfreundlichkeit, eine führende Rolle im Bereich e-Government in Europa sowie große Fortschritte beim Bürokratieabbau aus. Besonders dynamisch entwickele sich die Start-ups-Szene des Landes.

Helmuts Salnajs, Wirtschaftsattaché Lettlands, informierte die Teilnehmer über den Stand des Ausbaus des Breitbandnetzes in Lettland. Die Schnelligkeit des Internets sei ein wesentlicher Standortvorteil Lettlands.

Albin Kaineleinen, Analystin im schwedischen Finanzministerium, stellte das als „Nordic Model“ bezeichnete System aus hoher Erwerbsbeteiligung, dem Streben nach gleicher Verteilung der Gewinne und der Gleichberechtigung der Geschlechter in seiner spezifischen Ausprägung in Schweden vor.

Gerda Geyer, Senior Advisor Energy and Environment im Hamburger Büro der staatlichen Gesellschaft Innovation Norway, informierte über den Wirtschaftsstandort Norwegen und zeigte Geschäftschancen für deutsche Unternehmen auf. In ihrer Keynote ging sie vor allem auf Bereiche ein, in denen Norwegen mit innovativen Lösungen als Pionier weltweit führende Positionen einnimmt: bei der Elektrifizierung des Transportwesens und der Schifffahrtsindustrie, als Testfeld für die Entwicklung von emissionsfreien Konzepten, als Erzeuger erneuerbarer Energien, als Entwickler innovativer Konzepte im Bereich Öl- und Gasproduktion oder als Exporteur von Fischwaren und Meerestieren. Die ehrgeizigen Ziele des Landes im Klimaschutz würden zahlreiche Geschäftsmöglichkeiten für deutsche Unternehmen eröffnen.

Norwegens Arbeitskräfte seien hochqualifiziert, erklärte  Gerda Geyer. Das Ausbildungsniveau sei mit das Höchste weltweit. Aufgrund geringer Hierarchiestufen sei eine direkte Kommunikation zwischen Mitarbeitern und Management üblich. Das fördere das Einbringen innovativer Ideen und Vorschläge von allen Mitarbeitern.

“Ein dünn besiedeltes Land und die Notwendigkeit, über weite Distanzen zusammenzuarbeiten, hat Norwegen gelehrt, wie wichtig Vertrauen ist und dass die Menschen sich aufeinander verlassen können. Das ist die Grundlage für das, was wir das norwegische Modell nennen. Dies ist tief in den Werten und im Denken verankert”, so Geyer weiter.

6.000 Unternehmen seien in Norwegen  in ausländischem Besitz und erwirtschafteten 25 Prozent der  Wertschöpfung.

Norwegen strebe eine Zunahme des Investitionsniveaus und der Kooperationen an. Mit ausländischen Investitionen wolle das Land seine Technologieführerschaft in seinen Schlüsselsektoren weiter ausbauen. Norwegen biete dazu kompetente Belegschaften und stabile Rahmenbedingungen.

In der Podiumsdiskussion spielten die Themen Arbeitsgesetzgebung in den nordischen und baltischen Ländern, Innovationen in mobilen Netzen und vieles mehr eine Rolle.

Die Nordic-Baltic Eight wurden 1992 mit einem Kooperationsabkommen zwischen dem Nordischen Rat, dem die skandinavischen Länder angehören, und der Baltischen Versammlung ins Leben gerufen. Hier arbeiten die Staaten des europäischen Nordens sowohl regional als auch internationalen in Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft zusammen. Am Beginn der Kooperation wurde das Format als 5 + 3 (fünf nordische Länder plus drei baltische Staaten) bezeichnet. Während des Treffens der Außenminister der baltischen Staaten und der nordischen Länder am 30. August 2000 in Middelfart, Dänemark, beschlossen die Minister, die Initiative in NB8 umzubenennen.

Kontakt:

Innovation Norway
Gerda Geyer, Senior Advisor Energy and Environment
Tel.:: +494022941558
Mobil: +491722055893
Gerda.Geyer@innovationnorway.no

Kgl. Norwegisches Honorarkonsulat in Hessen
Dr. Ingo Klöcker, Honorarkonsul
Kaiser-Friedrich-Promenade 82, 61348 Bad Homburg v. d. Höhe
Tel.: 06172- 6627842
office@norwegischer-honorarkonsul-hessen.de

 

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