BP Energy Outlook: Nachfrage nach Erdgas wird weiter wachsen

Der globale Energiemix wird bis 2040 so vielseitig sein wie nie zuvor. Öl, Erdgas, Kohle und nicht-fossile Energieträger werden jeweils einen Anteil von ungefähr 25 Prozent am weltweiten Energieverbrauch besitzen. Mehr als 40 Prozent des gesamten Wachstums der Energienachfrage wird durch erneuerbare Energien befriedigt werden.©bp
Der globale Energiemix wird bis 2040 so vielseitig sein wie nie zuvor. Öl, Erdgas, Kohle und nicht-fossile Energieträger werden jeweils einen Anteil von ungefähr 25 Prozent am weltweiten Energieverbrauch besitzen. Mehr als 40 Prozent des gesamten Wachstums der Energienachfrage wird durch erneuerbare Energien befriedigt werden.©bp

London, 20. Februar 2018. Die Nachfrage nach Erdgas, dem Wohlstandselexier der Norweger, wird in den kommenden Jahren kräftig weiter wachsen. Das prognostizierte der britische Energiekonzern bp in der neuen Ausgabe des BP Energy Outlook, der heute in London von Bob Dudley, Group Chief Executive, und Spencer Dale, BP Group Chief Economist, vorgestellt wurde. Die Studie untersucht neben den wesentlichen Faktoren und Einflussgrößen, die die globale Energiewende bis zum Jahr 2040 prägen werden, auch Unwägbarkeiten, die damit einhergehen.

Eine Ursache für die guten Aussichten der Gasproduktion sei der steigende Industriealisierungsgrad und die erhöhte Nachfrage in schnell wachsenden Schwellenländern. Dazu komme eine schrittweise Umstellung von Kohle auf Erdgas sowie die wachsende Verfügbarkeit von kostengünstigen Lieferungen aus Nordamerika und aus dem Nahen Osten. Bis zum Jahr 2040 werde nahezu ein Viertel der globalen Erdgasförderung auf die USA entfallen, während die weltweite Versorgung mit LNG sich bis dahin mehr als verdoppeln wird.  Durch die nachhaltige Steigerung der LNG-Lieferungen erhöhe sich die Verfügbarkeit von Erdgas in der gesamten Welt; die LNG-Volumina werden in den frühen 2020er Jahren höher sein als die interregional per Pipeline transportierten Liefermengen.

Erneuerbare Energien würden weltweit rasant wachsen. Doch das Tempo reiche für einen Erfolg im Klimaschutz offenbar nicht aus. Grund ist die immense Energienachfrage bestimmter Länder.

HIer eine Zusammenfassung der Studie:

  • Das schnelle Wachstum in den Entwicklungsländern lässt die weltweite Energienachfrage um ein Drittel steigen.
  • Der globale Energiemix wird bis 2040 so vielfältig aufgestellt sein wie nie zuvor – Öl, Erdgas, Kohle und nicht-fossile Energieträger werden daran jeweils einen Anteil von ungefähr 25 Prozent haben.
  • Erneuerbare Energieträger bleiben die mit großem Abstand am schnellsten wachsende Energieart – ihr Anteil wird sich verfünffachen und circa 14 Prozent der Primärenergie ausmachen.
  • Die Nachfrage nach Öl wird über die meiste Zeit des Outlook-Betrachtungszeitraumes steigen, ehe sie sich zum Ende hin stabilisieren wird.
  • Die Nachfrage nach Erdgas steigt stark an – Erdgas wird die Kohle als zweitgrößte Energiequelle ablösen.
  • Öl und Erdgas zusammen werden einen Anteil von über 50 Prozent an der weltweiten Energienachfrage haben.
  • Die globale Nachfrage nach Kohle erhöht sich nicht; es scheint zunehmend wahrscheinlich, dass der Kohleverbrauch in China seinen Höchststand erreicht hat und sich stabilisieren wird.
  • Die Anzahl der Elektrofahrzeuge wird auf ungefähr 15 Prozent der globalen Fahrzeugflotte steigen. Da diese Fahrzeuge jedoch intensiver genutzt werden, machen sie einen Anteil von 30 Prozent der mit PKW gefahrenen Kilometer aus.
  • Die CO₂-Emissionen werden weiter steigen. Das macht deutlich, dass ein umfassendes Maßnahmenpaket notwendig ist, um sich konsequent von den Verhaltensmustern der Vergangenheit zu trennen und einen neuen Weg einzuschlagen.

Der Outlook kommt zu dem Schluss, dass der CO₂-Ausstoß weltweit bis 2040 um zehn Prozent steigen wird. Auch, wenn dieser Wert weit unterhalb der Steigerungsraten in den zurückliegenden 25 Jahren ist, liege diese Entwicklung hinter dem, was als notwendig erachtet wird, um die in Paris vereinbarten Klimaziele zu erreichen.  

„Wir müssen uns konsequent von den Verhaltensmustern der Vergangenheit trennen und einen neuen Weg einschlagen“, erklärte Bob Dudley abschließend aus. „Wir bei BP sind unverändert der Auffassung, dass die Bepreisung von CO₂-Emissionen in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle spielen sollte, da sie allen  Beteiligten einen Anreiz gibt, ihren Beitrag zu leisten. Konsumenten werden angehalten, Energie effizienter zu nutzen und Erzeuger können sich darauf konzentrieren, emissionsärmere Energieträger an den Markt zu bringen.“

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