11,7 Millionen Euro von Horizon2020 für Elektro-High-Speed-Fähre in Rogaland

Neben der Entwicklung der elektrischen Schnelljähre sollen zwei baugleiche Fähren für London und entwickelt werden.©
Neben der Entwicklung der elektrischen Schnellfähre für den Einsatz um Stavanger sollen zwei baugleiche Fähren für London und den Zenne Canal in Belgien entstehen.©NCE Maritime CleanTech

Stord, 29. Januar 2018. Die Gemeinde Rogaland County und das Cluster NCE Maritime CleanTech erhielten aus dem EU-Forschungsprogramm Horizon2020 11,7 Millionen Euro für die Entwicklung einer vollelektrischer Hochgeschwindigkeitsfähre zwischen Stavanger und Hommersåk an der Westküste Norwegens. Dies ist einer der größten Beträge, die einem einzelnen Projekt von Horizon2020 je zuerkannt wurden. Die Entwicklung der E-Schnellfähre soll die norwegische Produktion von emissionsfreien Schiffen revolutionieren, teilt NCE Maritim CleanTech mit. Das Gesamtprojekt beinhaltet auch die Erstellung von zwei Studien für denselben Schiffstyp für den Einsatz auf der Themse in London und auf den Binnenwasserstraßen von Belgien.

Initiator des Projekts ist das Industriecluster NCE Maritime CleanTech. Rogaland County Municipality ist Partner des Clusters und wird als Eigentümer der Schiffsverbindung und Käufer der Transportdienste die Projektkoordination übernehmen. Neue Fertigungsmethoden sollen zu 25 Prozent niedrigeren Produktionskosten und 70 Prozent geringeren Engineeringkosten führen. Um die Fördersumme hatten sich  mehr als 100 Unternehmen und Institutionen beworben, der Vorschlag der Gemeinde Rogaland County ging schließlich als Sieger hervor.

„Ich bin stolz, dass wir finanzielle Unterstützung von der EU erhalten. Es ist eine wichtige Anerkennung unserer Zusammenarbeit mit dem Industriecluster und Schiffsbetreiber Kolumbus zur Entwicklung eines emissionsfreien Hochgeschwindigkeitsschiffs. Das bedeutet, dass Rogaland, Westnorwegen und Norwegen mit der Kreisstadt an der Spitze zu einem weltweit führenden Unternehmen für die Entwicklung dieser Technologie werden können. Dies ist ein wichtiger Beitrag zur Verringerung der Treibhausgasemissionen, was auch für den Gemeindekreis einen Schwerpunkt darstellt“, sagt Solveig Ege Tengesdal, Vorsitzende der Bezirksregierung.

Das Projekt sei sowohl hinsichtlich der emissionsfreien Technologie als auch der Herstellungsmethoden revolutionär und werde die Wettbewerbsfähigkeit der Teilnehmer sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene stärken. Es werde auch dazu beitragen, dass elektrisch betriebene Hochgeschwindigkeitsschiffe sowohl hinsichtlich der Kosten als auch der Umwelt wettbewerbsfähig werden, erklärte Hege Økland, General Manager von NCE Maritime CleanTech.

Die Kreisverwaltung von Rogaland beteiligt sich mit fünf Millionen NOK am Bau eines Demonstrationsschiffes und hat sich verpflichtet, die Elektro-Schnellfähre  zwischen Stavanger und Hommersåk einzusetzen. Das Schiff wird von der Reederei Kolumbus betrieben und bietet Platz für 150 Passagiere und 20 Fahrräder. Es wird mit einer Geschwindigkeit von 23 Knoten betrieben.

Alle Unternehmen und Institutionen, die an der Entwicklung des Schiffes beteiligt sind, sind Mitglieder von Maritime CleanTech. Neben Rogaland County Municipality sind dies Leirvik, Fjellstrand, Servogear, Wärtsilä und Hydro Extrusions Norwegen. Valide und Kolumbus sind ebenfalls in das Projekt eingebunden. Der norwegischen Forschungsrat und Innovation Norway unterstützen den Neubau.

Neben den norwegischen Akteuren werden Wärtsilä Holland (Niederlande), MBNA Thames Clippers (Großbritannien), die Universität Strathclyde (Großbritannien), das Fraunhofer IEM (Deutschland), HSVA (Deutschland) und Waterwegen & Zeekanal NV (Belgien) an dem Projekt mitarbeiten.

Das Schiff wird auf der norwegischen Werft Fjellstrand gebaut, im Frühjahr soll der Startschuss für die Entwicklung fallen..

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