Yara erhält erste Staatsgarantie zum Produktionsausbau für den Export

Yara-Produktionsanlage in Porsgrunn©Gisle Nomme, Yara
Yara-Produktionsanlage in Porsgrunn©Gisle Nomme, Yara

Porsgrunn, 25. Januar 2018. Der norwegische Düngemittelkonzern Yara erhält vom Staat finanzielle Unterstützung für die Erweiterung und Modernisierung seiner Düngemittelproduktion auf Herøya. Die staatliche Kreditversicherung GIEK (Garantiinstituttet eksportkreditt) übernimmt eine Bürgschaft in Höhe von 1,6 Milliarden NOK. Das entspricht etwa der Hälfte der geplanten Investitionskosten.

Mit dem Ausbau der Produktion soll die Jahreskapazität von Dünger und Kalksalpeter erhöht werden. Außerdem soll die 40-Jahre-alte-Produktionslinie in Porsgrunn mit umweltfreundlichen und energieeffizienten Technologien modernisiert werden. Die Produktionssteigerung ist für den Export vorgesehen. Das ist die Voraussetzung für den Erhalt der staatlichen Bürgschaft.

Yara ist das erste norwegische Unternehmen, das eine solche Garantie, die zu Marktbedingungen gewährt wird, erhält. „Neue Arbeitsplätze sind entscheidend für die Schaffung einer nachhaltigen Wohlfahrtsgesellschaft. Diese Investition sichert wettbewerbsfähige Arbeitsplätze in Telemark, und deshalb gratuliere ich sowohl Yara als auch der gesamten Region. Es ist wichtig, dass Industrie, Banken und der Staat eng zusammenarbeiten, um neue Exporte für Norwegen auszulösen. Die neue Garantie hat sich als wirksamer Beitrag erwiesen“, sagte Industrieminister Torbjørn Røe Isaksen bei einem Besuch im Werk.
Svein Tore Holsether, CEO von Yara, hob hervor, dass solche staatliche Garantie Vorteile für die norwegische Industrie in einem wettbwerbsintensiven globalen Markt bringe. 

Hauptkunden der staatlichen Kreditversicherung GIEK ist die maritime Industrie an der Westküste. Im vergangenen Jahr seien auch anderen Branchen Garantien gewährt worden.

Die Kreditgarantie von GIEK für exportbezogene Investitionen in Norwegen wurde im vergangenen Jahr von der damaligen Industrieministerin Monica Mæland ins Leben gerufen. Norwegen brauche in den nächsten Jahren in vielen Branchen neue Exportverträge. Unternehmen müssten in neue Technologien, Maschinen und Anlagen investieren. Staatliche Garantien für Bankkredite seien  wichtig, um diese Investitionen zu finanzieren, sagte Mæland bei der Vorstellung des neuen Finanzinstrumentes. Der Staat steuere zwar bereits exportbezogene Finanzierungen bei. Die neue Garantie aber erfülle neue Bedürfnisse.

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