Solberg fordert #MeToo-Kampagne gegen Korruption und illegale Finanzströme

Ministerpräsidentin Erna Solberg zur Pressekonferenz des World Economic Forum in Davos.©Regjerengen.no
Ministerpräsidentin Erna Solberg zur Pressekonferenz des World Economic Forum in Davos.©World Economic Forum

Davos, 23. Januar 2018. Norwegens Ministerpräsidentin Erna Solberg nimmt in diesem Jahr als Ko-Vorsitzende an der 48. Jahreskonferenz des World Economic Forum in Davos teil. Sie wird unter anderem eine Sitzung über die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen leiten. In einer Pressekonferenz erläuterte Solberg zwei Bereiche, die für sie beim Treffen der führenden Eliten der Welt Priorität haben sollten.

Zum einen seien dies Korruption und illegale Finanzströme. Diese führten zu Konflikten, Terrorismus und zur Bedrohung der Sicherheit. Sie würden auch die Möglichkeit nationaler Staaten der ganzen Welt untergraben, über Steuereinnahmen soziale Ziele für ihre Länder zu erreichen.

Es sei genug Geld in der Welt vorhanden, um nachhaltige Entwicklung zu fördern. Die Geldströme müssten in organisierte Kanäle gelenkt werden. „In diesen Tagen, da wir #MeToo auf allen Ebenen diskutieren, brauchen wir auch eine #MeToo-Kampagne gegen Korruption und illegale Finanzflüsse, um zu sehen und zu zeigen, wer Geld annimmt und wer andere besticht und wie wir sicherstellen können, dass dies in unseren Gesellschaften inakzeptabel ist“, sagte Solberg. 

Ein weiteres Thema, das sie in Davos fokussieren werde, sei die Geschlechtergleichheit. Auch wenn bedeutende Positionen inzwischen von Frauen belegt würden, sei die Ungleichheit in vielen Gesellschaften noch hoch. Der erste Schritt, um Frauen und Männer in der Gesellschaft gleich zu stellen, sei die Bildung.

Während ihres Aufenthaltes in Davos trifft die Premierministerin unter anderem den Sondergesandten der Vereinten Nationen für Bildung Gordon Brown, den Direktor der Weltbank Jim Kim, den libanesischen Ministerpräsidenten Saad Hariri und den somalischen Ministerpräsidenten Hassan Ali Khaire.

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