Neue Gesetze und Regeln für Unternehmen ab 2018

Drastische Steuererhöhungen auf Süßigkeiten und alkoholfreie Getränke werden nach Auffassung des Unternehmerverbandes NHO negative Auswirkungen auf die Lebensmittelindustrie haben.©BPN
Drastische Steuererhöhungen auf Süßigkeiten und alkoholfreie Getränke werden nach Auffassung des Unternehmerverbandes NHO negative Auswirkungen auf die Lebensmittelindustrie haben.©BPN

Oslo, 27. Dezember 2017. Ab 2018 gelten für Unternehmen eine Reihe neuer Gesetze und Unternehmen. Der norwegischen Unternehmerverbandes NHO hat auf seiner Website eine Zusammenfassung der wichtigsten Veränderungen in norwegischer Sprache veröffentlicht. Die spürbarste Veränderung sei die drastische Erhöhung der Steuern auf Schokolade, Zuckerwaren und alkoholfreie Getränke zwischen 42 und 83 Prozent. Diese habe nach Ansicht des Verbandes dramatische Folgen für mehrere Unternehmen und negative Auswirkungen für die gesamte Lebensmittel- und Getränkeindustrie.

Der Verband hat bei der EFTA Beschwerde eingelegt. Wie NHO-Direktor für Nahrungsmittel und Getränke, Petter Haas Brubakk erklärt, werde den betroffenen Unternehmen keine Zeit gegeben, sich auf diese drastischen Veränderungen der Marktsituation einzustellen. Vor allem der Grenzhandel werde von der Steuererhöhung profitieren.  

Ab 2018 gilt ein Körperschaftssteuersatz von 23 Prozent. Die reduzierte Mehrwertsteuer wird ab 1. Januar 2018 von zehn auf zwölf Prozent erhöht.

Veränderungen gibt es auch bei den Tagessätzen für Ernährung und Unterkunft bei Geschäftsreisen sowie für Berichtsregeln für ausländische Auftragnehmer und Mitarbeiter:

Die Maschinensteuer wird ab 2019 über sieben Jahre abgeschafft.

Neue Regeln gelten zur Optionsbesteuerung in Startup-Unternehmen.

In der Beherbergungsbranche, im Gastgewerbe und in der Gastronomie wird der Mindestlohn eingeführt.

Ein neues Gleichbehandlungs- und Diskriminierungsgesetz tritt in Kraft. Der heutige Diskriminierungsschutz, das gegenwärtig auf vier verschiedene Gesetze verteilt ist, wird ab 1. Januar in einem neuen Gesetz zusammengefasst.

Kleinunternehmen sind ab 2018 nicht mehr verpflichtet, einen Jahresbericht vorzulegen.

Für Busse und Lastwagen gelten neue Anforderungen bezüglich der CO2-Emissionen.

Neue Regelungen erweitern die Testmöglichkeiten für selbstfahrende Fahrzeuge.

Veränderungen gibt es im Bereich Arbeit und Soziales bei verschiedenen Leistungsbezügen.

Ausführliche Informationen in norwegischer Sprache zu den neuen Gesetzen und Regelungen finden Sie hier.

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