Katamaran mit Hydrogen-Antrieb ab 2021 in Betrieb

Brødrene Aa
Das Unternehmen Brødrene Aa entwickelt einen 29,9 -Meter-langen-Katamaran, der dank Wasserstoff-Technologie keine Emissionen ausstoßen wird.©Illustrasjon: Brødrene Aa

Florø, 12. Dezember 2017. Die Gemeinde Florø hat ihre Pläne für den Einsatz einer wasserstoffbetriebenen Fähre bekanntgegeben. Wie das Fachmagazin Teknisk Ukeblad berichtet, entwickelt das Unternehmen Brødrene Aa, Weltmarktführer im Bereich Karbon-Schnellboote, gegenwärtig einen 29,9-Meter-langen-Katamaran für 145 Passagiere, der 2021 in Betrieb genommen werden soll.

Mit 500 Kilogramm H2, zwölf 100 kW-Brennstoffzellen und zwei 600 kW-Elektromotoren kann er 150 Seemeilen fahren und es auf eine Geschwindigkeit von 25 Knoten bringen.

Wie das Magazin schreibt, könne dieses mit Wasserstoff betriebene Schnellboot ein “Game Changer” werden. Die Emissionen aus dem Hochgeschwindigkeits-Personenverkehr seien in Norwegen gemessen an der Fahrleistung pro Person “himmelhoch”. Daher wolle die Gemeinde die Shuttle-Route Måløy-Florø als Beispiel nehmen, um den Passagierbedarf und den Energiebedarf für einen emissionsfreien Katamaran zu testen.

Nach Angaben des Projektleiters Trond Strømgren vom Maritim Forening Sogn og Fjordane gebe es in und um Florø mehrere Unternehmen, die sich mit der Wasserstoff-Technologie beschäftigen.

Mit einem Pilotprojekt wurden das Schiffsdesign entwickelt und die Machbarkeit, die Investitions- und Betriebskosten, die Finanzierungsmöglichkeiten und die Umweltvorteile analysiert.

Im Grunde habe es wenig Wissen über Wasserstoff und Brennstoffzellen gegeben, schreibt TU. „Gemeinsam haben wir die Technologie und die Herausforderungen angenommen“, sagt der technische Leiter Ansten Aa in Brødrene Aa zur Präsentation.

Tomas Tronstad, CEO  des Unternehmen Hyon, das eng mit den Unternehmen Power Cell aus Schweden sowie Nel AS und Hexagon aus Norwegen zusammenarbeitet, machte auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei der Verwendung von Wasserstoff und LNG aufmerksam.

Das Projekt zum Bau des Katamarans mit Wasserstoff-Antrieb wurde als Pilotprojekt “GKP7H2” in das Green Coastal Programme aufgenommen. Hier arbeiten Regierung, Industrie und Forschung zusammen, um neue und umweltfreundlichere Lösungen für Schiffe, Schifffahrt und Häfen zu entwickeln.

Wasserstoff und Brennstoffzellen könnten ein „game changer“ für Transporte mit Null-Emissionen über längere Strecken werden, wo die Batterien nicht ausreichen, sagt Narve Mjøs, Programmdirektor von GKP. Als Herausforderung sieht er vor allem die Vermeidung von Unfällen. Aus Sicherheitsgründen befinden sich Druckgas-Wasserstofftanks auf dem Oberdeck des Katamarans.

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