Statoil enttäuscht über Gasfund im Korpfjell-Vorkommen

©Statoil
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Oslo, 29. August 2017. Statoil und seine Partner haben im Südosten der Barntssee im Korpfjell-Feld ein kleines Gasvorkommen entdeckt. Korpfjell ist die erste Explorationsbohrung, die im norwegischen Teil des Grenzgebietes zwischen Norwegen und Russland realisiert wurde.

„Wir haben die ganze Zeit auf die hohe geologische Ungewissheit im Zusammenhang mit Korpfjell hingewiesen. Die Hauptfrage war, ob wir überhaupt etwas finden würden – und wenn, ob das Vorkommen Gas oder Öl enthalten wird“, sagt Jez Averty, Leiter des Bereiches Exploration für Norwegen und Großbritannien bei Statoil.

Zweck der Bohrung sei es in erster Linie gewesen, einen Nachweis zu erhalten, ob es Öl in der großen geologischen Struktur des Vorkommens Korpfjell gibt. Die Bohrungen haben aber nur kleine Gasvolumina von voraussichtlich 40 bis 75 Millionen Barrel Öläquivalent ergeben (sechs bis zwölf Milliarden Kubikmeter Gas). Wie das Unternehmen mitteilt, sei das Volumen nicht groß genug für eine kommerzielle Entwicklung. Statoil und seine Lizenzpartner wollen nun mit der Analyse der gewonnenen Daten beginnen.

„Die Ergebnisse sind natürlich enttäuschend, aber es ist noch zu früh, um irgendwelche Schlussfolgerungen darüber zu ziehen, wie sich das auf den Südosten der Barentssee auswirken wird“, sagt Averty. Es sei wichtig daran zu erinnern, dass der erste Versuch in einem Grenzgebiet nur selten gelingt. Averty erinnerte daran, dass dreiunddreißig Bohrungen notwendig waren, bevor die erste kommerzielle Entdeckung im norwegischen Teil der Nordsee gelang.

Statoil will im kommenden Jahr sowohl die Bohrungen im Südosten der Barentsee vorantreiben als auch an Projekten der Partner in dieser Region teilnehmen. Diese Pläne beinhalten auch die Bohrung des zweiten Engagements in der Korpfjell-Lizenz PL 859.

Statoil-Aktivitäten in der Barentssee©Statoil
Statoil-Aktivitäten in der Barentssee©Statoil

„Trotz einer spannenden Entdeckung im Kajak und Ölspuren im Gemini North haben wir bisher keinen direkten Treffer gelandet, der zu einer neuen eigenständigen Feldentwicklung führen kann. Die Erkundungskampagne hat jedoch wichtige Klärungen und neue Informationen über das Ressourcenpotenzial in der Barentssee ergeben“, so Averty weiter.

Korpfjell ist die vierte Bohrung in Statoil‘s Erkundungskampagne in der Barentssee in diesem Jahr. Am 3. Juli wurde Öl im Kajak-Vorkommen, am 17. Juli Gas im Blåmann-Feld und am 7. August Gas im Vorkommen Gemini North entdeckt.

Partner im Korpfjell-Vorkommen sind Statoil (Betreiber) 30%, Chevron 20%, Petoro 20%, Lundin Norway 15% und ConocoPhillips 15%.

Lesen Sie hier ein Statement von Statoil zur Rohstoffgewinnung in der Barentssee.

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