Norwegens Energieminister auf Erdgas-Werbetour in Berlin

Parlamentarisches Frühstück mit Norwegens Energieminister Terje Søviknes© Wintershall/Phil Dera
Parlamentarisches Frühstück mit Norwegens Energieminister Terje Søviknes© Wintershall/Phil Dera

Berlin, 16. Mai 2017. Auf Einladung der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft sprach Norwegens Minister für Petroleum und Energie, Terje Søviknes, in Berlin vor Mitgliedern des Bundestages über die Bedeutung von Erdgas zur Erreichung der Klimaziele von Paris und über die Exportmöglichkeiten Norwegens. „Gas ist eine kostengünstige, saubere, verlässliche und sichere Energiequelle, die in einem zunehmend effizient arbeitenden Markt gehandelt wird. Als CO2-arme Ressource bietet sie Europa die Möglichkeit, international wettbewerbsfähig zu bleiben trotz signifikanter Reduzierung der Treibhausgase. Die Entwicklung in den USA und in Großbritannien sind Beispiele dafür, wie schnell Emissionsergebnisse bei einem Umstieg von Kohle auf Gas erzielt werden können“, sagte Søviknes.

„Nach 50 Jahren Erdölaktivitäten auf dem norwegischen Kontinentalschelf haben wir die größte und bedeutendste Industrie rund um diese Tätigkeit aufgebaut, in der beiden Seiten, den Ölgesellschaften und anderen Technologie-Unternehmen auf der Zulieferseite große Bedeutung zukommt. Deutsche Unternehmen spielten und spielen eine wichtige Rolle zum gegenseitigen Nutzen unserer beiden Länder“, so Søviknes.

In einer Pressekonferenz, zu der der Verband Zukunft Erdgas eingeladen hatte, informierten neben Norwegens Energieminister auch Mario Mehren, Vorstandsvorsitzender der Wintershall, und Timm Kehler, Vorstand Zukunft Erdgas e.V., über notwendige Entwicklungen, um die Energiewende in Deutschland voranzubringen. Kehler zeigte sich überzeugt, dass Erdgas künftig eine große Rolle bei  der Energieversorgung spielen wird. In allen Bereichen, mit Ausnahme der Versorgung der Haushalte, habe der Ausstoß von Emissionen in den vergangenen Jahren in Deutschland zugenommen. Daher brauche die Energiewende eine Überarbeitung ihrer Ziele und der Instrumente, die zum Einsatz kommen.

V.l.: Wintershall CEO Mario Mehren, Botschafterin Norwegens in Deutschland, Elisabeth Walaas, Minister für Petroleum und Energie Terje Søviknes und Dr. Timm Kehler, CEO Zukunft ERDGAS e.V. on May 16, 2017 in Berlin, Germany © Wintershall/Phil Dera
V.l.: Wintershall CEO Mario Mehren, Botschafterin Norwegens in Deutschland, Elisabeth Walaas, Minister für Petroleum und Energie Terje Søviknes und Dr. Timm Kehler, CEO Zukunft ERDGAS e.V. © Wintershall/Phil Dera

Mario Mehren machte darauf aufmerksam, dass geklärt werden müsse, worauf der Focus bei der Energiewende liegt. Aus seiner Sicht seien der Einsatz neuer Technologie und der Einsatz von Erdgas zwei wesentliche Voraussetzungen zur Reduzierung der Treibhausgase. Man werde die Ziele erreichen, wenn Erdgas verstärkt zum Einsatz kommt. Allerdings müssten Unternehmen auch zeigen, dass sie interessiert sind, Gas zu kaufen.

Norwegen sei der wichtigste Zulieferer für Deutschland, so Mehren. Zwar sei Norwegen nicht der billigste Markt für Öl- und Gasförderer, jedoch könne man angesichts der guten Infrastruktur, der hohen Qualität der Zulieferer und der hohen Service-Qualität gute Projekte realisieren, sagte der Vorstandsvorsitzender.

In den USA und in Großbritannien sei Gas wieder im Kommen. In Deutschland erlebe die Branche härtere Zeiten, so Mehren. Allerdings gebe es auch hier inzwischen Diskussionen um die Luftqualität, so dass die Politik den Einsatz von Gas mehr und mehr akzeptieren müsse.

Eine wichtige Möglichkeit, die Treibhausgase zu reduzieren, sei der Ausstieg aus der Kohle und der Einsatz von Erdgas in Kraftwerken, sagte Norwegens Energiemister. Er zeigte sich überzeugt, dass die Menschen von den Politikern den Einsatz von Gas verlangen werden.

Während seines Aufenthaltes in Berlin führte Søviknes auch Gespräche mit Rainer Baake, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

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