Entwicklungsstrategie für die Arktis vorgestellt

Auf den Lofoten soll ein Kompetenzzentrum zu treibenden Ölteppichen auf und Plastikmüll in den Ozeanen entstehen. Im Bild: Svolvær  auf den Lofoten©CH/Visitnorway.com
Auf den Lofoten soll ein Kompetenzzentrum zu treibenden Ölteppichen auf und Plastikmüll in den Ozeanen entstehen. Im Bild: Svolvær auf den Lofoten©CH/Visitnorway.com

Oslo, 21. April 2017. Norwegens Regierung hat in Bodø, im Nordwesten des Landes, ihre Arktis-Strategie vorgestellt.  Die Regierung werde einem integrierten Zugang zur Arktis höhere Priorität einräumen und den Fokus verstärkt auf eine wissensbasierte wirtschaftliche Entwicklung und Infrastruktur im Norden legen. Das Wachstum sei im Norden Norwegens höher als im Rest des Landes. Die Region nutze daher Norwegen als Ganzes, sagte Ministerpräsidentin Erna Solberg bei der Präsentation der Strategie. Nord-Norwegen solle eine der innovativsten und nachhaltigsten Regionen werden, wobei die Arktis-Politik gemeinsam mit der Wirtschaft, den Institutionen und den lokalen Politikern ausgearbeitet und umgesetzt werde, so Solberg.

Die neue Strategie basiert auf fünf prioritären Bereichen, die die Regierung bereits 2014 bei der Veröffentlichung ihrer Arktis-Politik vorgestellt hat: Internationale Zusammenarbeit, wirtschaftliche Entwicklung, Wissensentwicklung, Infrastruktur sowie Umweltschutz und Sicherheitsvorsorge.

Die Arktis sei Norwegens wichtigste außenpolitische Priorität, sagte Außenminister Børge Brende. Als Küstenstaat habe Norwegen eine spezielle Verantwortung für sichere und umweltschonende Aktivitäten im Norden. Die Regierung werde daher auf den Lofoten/Vesterålen ein Zentrum errichten, das eine Vorreiterrolle spielen soll bei der Erfassung nationaler und internationaler Erfahrungen zu treibenden Ölteppichen auf und Plastikmüll in den Ozeanen.

Ein weiteres wichtiges Ziel sei die wachsende Wertschöpfung durch Unternehmen im Norden Norwegens, die auf den reichen Ressourcen der Arktis beruht, so Brende, Hierfür werde die Regierung die Entwicklung wettbewerbsfähiger Zulieferer fördern und Unternehmen einen besseren Zugang zu Forschungsergebnissen gewähren. Für einen engeren Dialog zur Arktispolitik haben die nationalen und lokalen Behörden ein Regionalforum mit dem Sami-Parlament gegründet.

Folgende Vorhaben verkündete die Regierung (u.a.):

  • Errichtung eines Zentrums nationaler und internationaler Expertise auf den Lofoten bezüglich treibender Ölteppiche auf und Plastikmüll in den Ozeanen;
  • Errichtung eines Kompetenzzentrums zu Problemen des Nordpolarmeeres und der Arktis in Tromsø;
  • Etablierung eines Programms zur Förderung der Entwicklung wettbewerbsfähiger Zulieferer und Zulieferketten im Norden Norwegens und der Vereinfachung der Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen und den wissenschaftlichen Institutionen;
  • Ankündigung der 24. Öl- und Gas-Lizenzrunde;
  • Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen der Zentralregierung und den regionalen und anderen Akteuren zur Verbesserung der Ausbildung von der Grundschule bis zur Universität;
  • Investitionen in Höhe von 40 Milliarden NOK über den Nationalen Transportplan 2018 bis 2029;
  • Förderung einer besseren Kommunikation im Norden Norwegens;
  • Verbesserung der Breitband-Abdeckung im Norden Norwegens und des Glasfaser-Netzwerkes zwischen Nordnorwegen und anderen Ländern.

Die Strategie wurde vom Außenministerium und dem Ministerium für Lokalbehörden und Modernisierung unter umfassender Nutzung verschiedener Quellen erarbeitet.

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