CCS-Projekt wird mit Industriepartnern fortgesetzt

Industriepartner im CCS-Demonstrationsprojekt: die Zementfabrik Norcem, die Ammoniak-Fabrik Yara und das Müllaufbereitungswerk in Klemetsrud.©Gassanova
Industriepartner im CCS-Demonstrationsprojekt: die Zementfabrik Norcem, die Ammoniak-Fabrik Yara und das Müllaufbereitungswerk in Klemetsrud.©Gassnova

Oslo, 19. April 2017. Gassnova, Norwegens staatliches Unternehmen zur Erforschung der Abspaltung und Lagerung von CO2, hat mit den Industrieunternehmen Norcem, Yara und Klemetsrud Verträge zur Fortsetzung der Zusammenarbeit unterzeichnet. Die Industrieunternehmen werden 2017 mit 360 Millionen NOK unterstützt, um die bereits begonnenen Studien bezüglich der CO2-Abspaltung weiterzuführen.

CCS ist ein bedeutender Teil der norwegischen Klimapolitik. Ziel der Regierung ist es, ein Demonstrationsprojekt zu schaffen, das die gesamte Kette der Abspaltung und Lagerung von CO2 umfasst. Das Interesse an diesem Vorhaben seitens der Industrie sei groß, sagte Energieminister Terje Søviknes bei der Vertragsunterzeichnung.

Eine Feasibility-Studie, die im Juli 2016 veröffentlicht wurde, belegt, dass die Abspaltung von CO2 in allen drei Anlagen der Partner technisch machbar ist: in der Norcem Zementfabrik in Brevik, in der Yara Ammoniak-Fabrik in Herøya und im Müllaufbereitungswerk in Klemetsrud. Norcem ist ein Unternehmen der HeidelbergCement Group. Die Unternehmen werden die bisherigen Untersuchungen jetzt detaillierter fortsetzen und die Kosten genau benennen. Im Herbst 2018 soll die Studie dann als Entscheidungsgrundlage für weitere Investitionen dienen, die im Parlament im Frühjahr 2019 zu genehmigen sind.

Ziel ist es, CO2 von einem oder mehreren beteiligten Industriebetrieben per Schiff in ein Zwischenlager zu bringen und per Pipeline in ein Lager unter dem Meeresboden zu transportieren. Hierfür wurde das Gebiet Smeaheia östlich des Troll-Gasfeldes ausgewählt. Norwegens größter Energiekonzern Statoil leitete die Ausarbeitung einer entsprechenden Studie zur Identifizierung der Region Smeaheia als optimalen Lagerplatz.

Der Vertrag mit dem Betreiber des Lagers soll noch vor dem Sommer unterzeichnet werden.

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