Elbilforening fordert im Nationalen Transportplan klare Aussagen zur E-Mobilität

 

Das Möbelhaus Ikea investiert in Schnellladestationen auf den Parkplätzen seiner Märkte.©Ikea
Das Möbelhaus Ikea investiert in Schnellladestationen auf den Parkplätzen seiner Märkte.©Ikea

Oslo, 5. April 2017. Um seine Emissionsziele im Bereich Transport zu erreichen, braucht Norwegen bis 2020 3.000 neue Schnellladestationen für Elektrofahrzeuge. Darauf verwies der norwegische Verband für Elektrofahrzeuge Elbilforening jüngst in einer Pressemitteilung. Der am 4. April dieses Jahres von der Regierung vorgestellte Nationale Transportplan 2018 bis 2029 dürfe nicht nur Angaben zum Straßenbau enthalten, sondern müsse auch klare Ziele für Aufladestationen nennen.

Damit das Parlament seine eigenen Emissionsziele erreicht, müssen im Jahr 2020 400.000 Elektroautos unterwegs sein. Dies könne aber nur realisiert werden, wenn in den kommenden drei Jahren 3.000 neue Schnellladestationen errichtet werden, so die Berechnungen des Verbandes. Dies erfordere Investitionen in Höhe von etwa einer Milliarde NOK pro Jahr.

„Wir befinden uns in der historischen Situation hin zu Null-Emissionsfahrzeugen, und wir sollten erwarten, dass der Transportplan den Weg dorthin zeigt“, fordern Kari Asheim, Dozent und Bereichsleiter Transport der Umweltstiftung ZERO, und Petter Haugneland, Kommunikationsmanager des Verbandes Elbilforening, in einer gemeinsamen Erklärung. Im Zusammenhang mit der Erarbeitung des Nationalen Transportplanes hätten Agenturen vorgeschlagen, dass alle privaten Autos, Busse und Leichtfahrzeuge bis 2025 emissionsfreie Antriebe besitzen. „Wir erwarten, dass der Nationale Transportplan das Wachstum quantifiziert und Anforderungen an die Errichtung von Ladestationen entlang des Straßennetzes stellt“, sagt Asheim.

Ein Großteil des Baus neuer Ladestationen werde durch private Investitionen abgesichert, aber die öffentliche Hand müsse die Entwicklung stimulieren, insbesondere in bevölkerungsarmen Gebieten.

Gegenwärtig gibt es in Norwegen 850 Schnellladestationen, damit kommt eine Ladestation auf 120 Elektrofahrzeuge.

Der Zugang zu schnellen Aufladestationen sei möglicherweise die wichtigste Barriere für einen Umstieg auf Elektroautos, sagt Haugneland. Das Parlament müsse eine Überarbeitung des Nationalen Transportplanes verlangen, um keine Zeit bei der Elektrifizierung des Straßenverkehrs zu verlieren, fasste Haugneland die Forderungen des Verbandes zusammen.

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