Großes Interesse am Ausbau der Zusammenarbeit Norwegen-China

V.l.: Staatssekretärin Ingvil Smines Tybring- Gjedde, Lv Bo, Vizepräsident CNOO, Eldar Sætre, CEO von Statoil, und Reidar Gjærum, Statoil-Vizepräsdident für Unternehmenskommunikation ©OED
V.l.: Staatssekretärin Ingvil Smines Tybring- Gjedde, Lv Bo, Vizepräsident CNOO, Eldar Sætre, CEO von Statoil, und Reidar Gjærum, Statoil-Vizepräsident für Unternehmenskommunikation©OED

Peking, 7. April 2017. Am Rande des offiziellen Staatsbesuches von Ministerpräsidentin Erna Solberg in China trafen sich Wirtschaftsvertreter Chinas und Norwegens zu Gesprächen über den Ausbau der Zusammenarbeit. Ingvil Smines Tybring-Gjedde, Staatssekretärin im Ministerium für Petroleum und Energie, traf den Chef des staatlichen Ölkonzerns CNOOC (China National Offshore Oil Corporation). Die Normalisierung der Beziehungen zu China sei für die norwegische Wirtschaft sehr wichtig, so Tybring-Gjedde. China sei ein bedeutender Markt für die norwegischen Unternehmen im Bereich erneuerbare Energien und für die Zulieferer für die Öl- und Gasindustrie. Das Ministerium für Petroleum und Energie unterhalte langjährige Beziehungen zu China mit gegenseitigen Besuchen sowohl auf Unternehmens- als auch auf Regierungsebene.

CNOOC und die norwegischen Energiepartner vereinbarten einen Technologie-Dialog sowie Workshops Anfang Juni. Dann werde auch Energieminister Terje Søviknes China besuchen, so Tybring Pike weiter.

Am 7. April fand ein Öl- und Gasseminar statt, an dem unter anderen die Unternehmen Statoil, Kongsberg Gruppe und DNVGL teilnahmen. Diskutiert wurden Fragen der Öl- und Gasförderung, der erneuerbaren Energie sowie der CO2-Abspaltung und Lagerung. Norwegen hat seine Unterstützung für das Projekt China-EU Near Zero Emission Coal (NZEC) zugesagt. Dieses Vorhaben zielt auf die Schaffung eines Demonstrationsprojektes bis 2020 ab, bei dem CO2 aus einem Kohlekraftwerk in China abgespalten und gelagert wird.

NHO-Voristzende Kristin Skogen Lund mit dem Vorsitzenden des chinesischen Unternehmerverbandes Zhu©NHO
NHO-Voristzende Kristin Skogen Lund mit dem Vorsitzenden des chinesischen Unternehmerverbandes Zhu©NHO

Kristin Skogen Lund, Vorsitzende des Unternehmerverbandes NHO, sieht in zahlreichen Gebieten Chancen für eine engere Zusammenarbeit mit China. China spiele eine Schlüsselrolle in der globalen grünen Transformation, und Norwegen könne viel von chinesischen Investitionen im Bereich Umwelttechnik und Klimalösungen lernen, sagte Lund. An einer chinesisch-norwegischen Wirtschaftskonferenz nahmen über eintausend Unternehmensvertreter teil.

Wie Lund weiter erklärte, habe China zugesagt, Streitfragen bezüglich der Veterinärkontrollen von norwegischem Fisch zu klären. Damit wäre die Möglichkeit gegeben, dass Norwegen wieder seine starke Position als Zulieferer erhalte. 2010 hatte norwegischer Lachs einen Marktanteil in China von 94 Prozent. Im Bereich Tourismus erwartet Lund bis 2020 eine jährliche Zunahme der chinesischen Touristen um 20 Prozent.

Ein besonderer Wunsch sei es, die Freihandelsgespräche mit China wieder aufzunehmen, die 2010 unterbrochen wurden, sagte die NHO-Chefin.

 

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