EU und Norwegen weiten Agrarhandel aus

Zur Grünen Woche in Berlin präsentierte Norwegen regionale Spezialitäten©Alexander Drechsel
Zur Grünen Woche in Berlin präsentierte Norwegen regionale Spezialitäten©Alexander Drechsel

Brüssel, 7. April 2017. Die Europäische Union und Norwegen haben sich darauf geeinigt, den bilateralen Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen weiter zu erleichtern. Phil Hogan, EU-Kommissar für Landwirtschaft, erklärte  dazu: „Das wird mehr Marktchancen für unsere EU-Produzenten eröffnen. Die EU ist global an erster Stelle bei den Exporten der Agrar- und Ernährungswirtschaft mit Exporten im Wert von 130 Milliarden Euro Exporte im Jahr 2016.“ Norwegen ist ihr achtgrößter Exportmarkt für landwirtschaftliche Produkte.

Die nach zweijährigen Verhandlungen erzielte Einigung führt zu gegenseitigem zollfreien Zugang für 36 Produktarten, darunter verschiedene Arten von lebenden Pflanzen, Futtermais, verschiedene Beeren und fermentierte Getränke wie Birnenmost und Apfelwein. Für die Einfuhr von Erzeugnissen wie Fleisch, Milch, Getreide, Gemüse und Zierpflanzen gewährt Norwegen der EU Kontingente, darunter 1.200 Tonnen für Käse.

Die EU wird im Gegenzug eine 700-Tonnen-Quote für verschiedene Arten von Hühnerfleisch und eine Quote für konserviertes Fleisch und Innereien gewähren. Im Milchsektor wird die EU Norwegen-Kontingente für Trockenmilchalbumin und Molkeprodukte anbieten.

Die Ausfuhren von EU-Agrarerzeugnissen nach Norwegen sind in den vergangenen zehn Jahren stetig gewachsen und haben sich in dieser Zeit auf 2,5 Milliarden Euro verdoppelt. Norwegen ist ein Nettoimporteur von landwirtschaftlichen Erzeugnissen.

Die Vereinbarung geht nun zur Ratifizierung und Zustimmung an den Rat der EU-Staaten und das Europäische Parlament.

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