Siemens liefert Antriebstechnik für ersten Elektrokutter

Anfang Februar wurde auf der Insel Frøya der erste Elektrokutter getauft. Das Antriebssystem lieferte Siemens Norge in Trondheim.©Siemens
Anfang Februar wurde auf der Insel Frøya der erste Elektrokutter getauft. Das Antriebssystem lieferte Siemens Norge in Trondheim.©Siemens

Trondheim, 9. Februar 2017. Das Unternehmen SalMar Farming AS, Norwegens führender Produzent von Aquakulturen, hat das weltweit erste batteriebetriebene Arbeitsboot in Betrieb genommen. Die elektrische Antriebstechnik hat Siemens zugeliefert. Das Boot wurde auf der Insel Frøya am 8. Februar auf den Namen “Elfriede” getauft.

Nun werde die Elektromobilität auch in der Aquakultur Einzug halten, sagt Eskil Bekken, Technischer Leiter der SalMar Farming AS. Der Kutter habe die gleichen Maße wie alle anderen Katamarane, die das Unternehmen im Einsatz hat. „Ich bin zuversichtlich, dass ‘Elfriede’ sogar ein besseres Schiff als unsere herkömmlichen Schiffe sein wird“, so Bekken. Es erzeuge keine Abgase und keinen Lärm.

Der erste elektrische Kutter im Einsatz sei ein wichtiger Meilenstein für Siemens. Das Unternehmen habe damit eine Chance, in einem wachsenden Markt eine wichtige Rolle zu spielen, teilt Siemens Norge in einer Presseinformation mit. Das Batterie- und Energie-Management-System wurde von Siemens in Trondheim entwickelt und basiert auf Lösungen, die bereits für andere Schiffe entwickelt wurden. Die neue Technik könne sich nun unter harten Bedingungen bewähren und in den kommenden Jahren verfeinert werden.

„Wir haben das elektrische Antriebssystem Blau Drive Plus C seit vielen Jahren entwickelt, und mit der Lieferung von ‘Elfriede’ sind wir nun einen weiteren Schritt in Richtung einer emissionsfreien Küstenschifffahrt gegangen“, sagt Siemens-Verkaufsdirektor Odd Moen. Siemens habe gezeigt, dass die Technologie robust und umweltfreundlich ist und zudem die Kosten senkt. Man sei stolz darauf, dass sich Siemens in Trondheim in einem neuen Segment bewege, in dem Norwegen eine führende Position in der Welt einnimmt.

Das Projekt wurde von der Umweltagentur Enova mit zwei Millionen Kronen finanziell unterstützt.

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