Breites Themenspektrum beim Treffen Merkel – Solberg

Kanzlerin Merkel und Ministerpräsidentin Solberg zur gemeinsamen Pressekonferenz in Berlin@Bundesregierung/Güngör
Kanzlerin Merkel und Ministerpräsidentin Solberg zur gemeinsamen Pressekonferenz in Berlin@Bundesregierung/Güngör

Berlin, 8. November 2016. Bei ihrem Treffen mit Norwegens Ministerpräsidentin Erna Solberg am 8. November in Berlin hob Bundeskanzlerin Merkel die Bedeutung Norwegens als Energielieferant hervor. „Ein Drittel der deutschen Erdgasimporte stammen aus Norwegen. Das ist nach wie vor eine sehr wichtige Energiequelle für Deutschland“, sagte die Kanzlerin. Ministerpräsidentin Erna Solberg betonte, dass Deutschland neben Schweden nicht nur der wichtigste Handelspartner Norwegens sei, sondern auch ein wichtiger politischer Mitspieler und Alliierter. Das zeige die gemeinsame Haltung zu vielen internationalen Fragen.

Im Mittelpunkt der Gespräche standen allerdings nicht Wirtschaftsfragen, sondern Themen rund um die internationale Politik. Das Spektrum reichte von der Migration über eine gemeinsame Initiative im Bereich Gesundheitsförderungen zwischen Deutschland, Norwegen, Ghana, der Weltgesundheitsorganisation und den Vereinten Nationen, der Vorbeugung von Epidemien, der Teilhabe von Frauen an Bildung und am Arbeitsleben bis zur europäischen Agenda zum Austritt Großbritanniens aus der EU. Es sei ein intensives Gespräch zwischen zwei Freundinnen gewesen, so die Kanzlerin, und auch Solberg bezeichnete das Treffen als „konstruktiv“. Deutschland lud Norwegen zur Teilnahme am nächsten G 20-Treffen in Hamburg ein. Norwegen wolle konstruktiv dazu beitragen, sagte Solberg, dass Deutschland seine Ziele, die es sich für die G-20-Präsidentschaft gestellt hat, umsetzen kann.

Stabile politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen seien von entscheidender Bedeutung für Norwegen, Deutschland und Europa als Ganzes. Norwegen habe ein starkes Interesse, Teil der Diskussion über die Zukunft Europas zu sein.

Während ihres Besuches in Deutschland traf Erna Solberg auch den Präsidenten der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi.

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