Ermittlungen wegen Behinderungen beim E-Payment

Oslo, 26. Oktober 2016. Die EFTA Surveillance Authority (ESA) hat ein Verfahren gegen die Banken DNB, Nordea, Finance Norway und BankID eröffnet. Den norwegischen Finanzinstitutionen wird vorgeworfen, Wettbewerbsregeln gebrochen zu haben. Auch gegen die Finanzorganisation Bits wird ermittelt.

Die Banken sollen einen neuen Player im Bereich E-Payment beim Eintritt in den norwegischen Markt behindert haben. Gegenwärtig könnten norwegische Kunden nicht an einem neuen Bezahlservice teilhaben, der in den meisten anderen EEA-Ländern angeboten wird, so die Organisation in einer Pressemitteilung. 2015 erhielt die ESA eine Klage von dem schwedischen Unternehmen Trustly, ein Anbieter von E-Payment Lösungen. Trustly beschuldigte die norwegischen Institute, den Service in Norwegen abzublocken.

Die Eröffnung des Verfahrens bedeute lediglich, dass sich die ESA intensiv mit diesen Anschuldigungen befassen werde, sagte Frank J. Büchel, zuständig für die Wettbewerbspolitik bei ESA.

Gegenwärtig laufen verschiedene Ermittlungen der ESA gegenüber Norwegen. So ist die Organisation zum Beispiel der Meinung, dass Zinscaps, ein Instrument, das in der norwegischen Steuergesetzgebung Anwendung findet, sowie die norwegische Handhabung bezüglich der Entsendung von Arbeitskräften in einigen Industriezweigen EEA-Abkommen entgegenstehen.

Die EFTA Surveillance Authority (ESA) überwacht die Compliance bezüglich des freien Verkehrs von Arbeitskräften, des Wettbewerbs und staatlicher Beihilfen innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraumes EEA, zu dem auch Island, Liechtenstein und Norwegen gehören.

About businessportalnorwegen

View all posts by businessportalnorwegen →

× Featured

Deutsch-norwegische Beziehungen im Fast-Track-Modus