Handelsüberschuss im September weiter geschrumpft

Der Containerhafen in Drammen@drammenportauthority
Der Containerhafen in Drammen@drammenportauthority

Oslo, 17. Oktober 2016. Norwegens Handelsüberschuss betrug nach Angaben der Statistikbehörde SBB im September dieses Jahres 3,2 Milliarden NOK, etwa 353 Millionen Euro. Er fiel damit um 78,5 Prozent geringer aus als im Vorjahresmonat. Die Warenexporte beliefen sich auf 57,5 Milliarden NOK, etwa 6,34 Milliarden Euro – ein Rückgang um 15,9 Prozent gegenüber September 2015. Importiert wurden Waren im Wert von 54,3 Milliarden NOK, etwa 5,99 Milliarden Euro. Das waren 1,6 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Der geringe Überschuss ergibt sich aus dem Import von Schiffen im Wert von drei Milliarden NOK. Aber auch die bescheidenen Einnahmen aus dem Erdgasexport trugen zum geringen Handelsüberschuss bei. Im September 2016 wurde Erdgas im Wert von 7,4 Milliarden NOK ins Ausland geliefert – ein Rückgang von 58,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Mengenmäßig gingen die Erdgaslieferungen um 34 Prozent zurück.
Der Export von Erdöl betrug im September 14,9 Milliarden NOK, 186 Millionen NOK mehr als im September 2015. Dies ist auf den Zuwachs der gelieferten Mengen zurückzuführen. Der Durchschnittspreis für einen Liter Crude Oil betrug 370 NOK, 21 NOK weniger als im Vorjahresmonat.

Veränderungen bei Warengruppen im September 2016 gegenüber September 2015:
– Exporte von Lachs + 37,3 Prozent. Hier konnten höherer Preise erzielt werden.
– Exporte von Metallen: 4,7 Milliarden NOK, ein Rückgang um 350 Millionen NOK.
– Exporte von Maschinen: 2,7 Milliarden NOK, ein Rückgang um 1,1 Milliarden NOK.
– Import von Spezialmaschinen: 6,4 Milliarden NOK, ein Rückgang um 6,4 Prozent.
– Importe von Pkw: 4,1 Milliarden NOK – ein Rekord!

Auch die Mainland-Exporte gingen um 2,4 Prozent zurück. Als Mainland wird in Norwegen die Industrie ohne Öl und Gas, Schiffe und Ölplattformen bezeichnet.

Die norwegischen Warenexporte fallen seit 2012 kontinuierlich. Auch für 2016 ist von einem weiteren Rückgang auszugehen. Von Januar bis September 2016 wurde 13,2 Prozent weniger ins Ausland geliefert als von Januar bis September 2015.

Die Mainland-Exporte dagegen konnten von 2012 bis 2015 jährlich zulegen. Von Januar bis September 2016 allerdings liegen sie unter den Lieferungen des Vorjahreszeitraums.

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