Führende Kongress-Destination in Nordeuropa

Das Radisson Blu im Zentrum Oslos gehört zu den führenden Kongressveranstaltern.©visitoslo
Das Radisson Blu im Zentrum Oslos gehört zu den führenden Kongressveranstaltern.©visitoslo

Oslo, 1. September. Kein anderes nordisches Land konnte 2015 so viele Kongresse für sich verbuchen wie Norwegen. Unter den Städten des Landes waren Oslo und Tromsø die größten Gewinner. Jetzt soll in Oslo ein Kongresscenter für 3.000 Teilnehmer entstehen.
Mit rund 400 nationalen und internationalen Fachkongressen im Jahr 2015 hat sich Norwegen unter den Top 20 der weltweiten Kongress-Destinationen platzieren können. Das ist das Ergebnis der aktuellen Studie der Union of International Association (UIA), die jährlich das globale Kongress-Geschehen erfasst und auswertet.

Das für Norwegen erfreuliche Resultat bedeutet darüber hinaus, dass das Land seit 2010 zum dritten Mal die nordischen Wettbewerber auf die Plätze verweisen konnte. Nach Berechnungen des Norway Convention Bureau (NCB) und seiner Partner haben Kongresse im vergangenen Jahr für 300.000 Übernachtungen in Norwegens Hotels gesorgt; der durch Kongresse generierte Umsatz lag bei rund einer Milliarde norwegischer Kronen, entsprechend 107 Millionen Euro. „Bisher hat Norwegen einen Anteil am internationalen Kongress-Markt von 1,4 Prozent. Diesen möchten wir weiter ausbauen“, sagt Elisabeth Bugge, Leiterin Kongress beim NCB. Die Expertin verweist in diesem Zusammenhang auch auf die veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Norwegen: „Der internationale Kongressmarkt wird für Norwegens Hotellerie umso wichtiger, als traditionsreiche Branchen wie die Ölwirtschaft an Stärke verloren haben.“ Günstige Voraussetzung für internationale Kongresse in Norwegen ist die ebenfalls der Konjunkturlage geschuldete schwache Krone, die den Aufenthalt im Land seit über einem Jahr um rund zwanzig Prozent verbilligt hat.

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