Bane NOR braucht mehr Zeit und mehr Geld für Follobanen-Projekt

Folloban-Projekt von Oslo S und Süd gesehen. Abbildung: ViaNova und Bane NOR
Der Schienenstrang der Follobanen von Oslo S aus gesehen. Abbildung: ViaNova und Bane NOR

Oslo, 24.Januar 2019. Die norwegische Bahngesellschaft Bane NOR verschiebt die Fertigstellung ihres größten Investitionsvorhabens, den Bau der Folloban-Linie von Oslo nach Ski. Außerdem braucht das Projekt zusätzliche Mittel. Die Verzögerungen der Bauarbeiten und die höheren Kosten seien das Ergebnis von zwei Entwicklungsverträgen mit dem Unternehmen Condotte, die im Jahr 2018 unterzeichnet wurden, teilte  Bane NOR mit. Im Verlauf des Jahres 2018 habe man zielgerichtet daran gearbeitet, den ursprünglichen Plan zu erfüllen. Eine kürzliche Überprüfung zum Stand der Arbeiten habe allerdings gezeigt, dass dies nicht realistisch sei. Das Projekt soll nun erst 2022 statt wie geplant 20121abgeschlossen werden.

Das Follo Line-Projekt ist Teil der Intercity-Entwicklung und wird nach Fertigstellung elf Minuten Fahrzeit zwischen Oslo und Ski bieten, was eine Halbierung der Reisezeit bedeutet. Die Arbeiten sind gegenwärtig zu 72 Prozent abgeschlossen. Ursprünglich sollten zu diesem Zeitpunkt bereits 79 Prozent fertiggestellt sein.

Das italienische Unternehmen Condotte, Hauptauftragnehmer des Follobanen-Projektes, war im Jahr 2017 in finanzielle Schwierigkeiten geraten und hatte Insolvent angemeldet. Bane NOR beendete die Zusammenarbeit und im Januar 2018 und kümmerte sich selbst um die sicherheitskritische Arbeit.

Die Probleme mit Condotte hätten die Bahngesellschaft 1,6 Milliarden NOK gekostet. Darüber hinaus hätten  sich die Bodenbedingungen auf der Follo-Linie als schwieriger erwiesen als erwartet.

Bane NOR werde nun beantragen, dass der Kostenrahmen in Verbindung mit der Prüfung des überarbeiteten Staatshaushalts 2019 durch das Parlament um 7,7 Prozent  von 28,5 Milliarden NOK auf 30,7 Milliarden NOK (NOK 2019) erhöht wird, um die Follo-Linie abzuschließen. Ursprünglich waren 28,5 Milliarden NOK veranschlagt. Nun wird es die Steuerzahler 30,7 Milliarden NOK kosten.

“Ich bedauere im Namen des Vorstandes zutiefst die Nachteile, die dies für alle Betroffenen mit sich bringen kann”, sagt Sire Beate Hatlen, Vorstandsvorsitzender von Bane NOR. Verkehrsminister Jon Georg Dale verlangte von der Bahndirektion zusätzliche Informationen. bevor er sich entscheide, dem Storting das Anliegen vorzulegen. 

Das Follobanen-Projekt ist eines der technisch anspruchsvollsten Infrastruktur-Vorhaben in Norwegen.

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