Norwegens Exporte 2018 auf über 100 Milliarden Euro gewachsen Deutschland weiter auf Platz zwei der größten Handelspartner

Hohe Öl- und Gaspreise trugen 2018 wesentlich zur Steigerung der norwegischen Exporte bei. Im Bild: Das neue Terminal wurde 2016 in Betrieb genommen.©Gassco
Hohe Preise für Erdöl und Erdgas trugen 2018 wesentlich zur Steigerung der norwegischen Exporte bei. Im Bild: Das Empfangsterminal für Erdgas in Emden.©Gassco

Oslo, 15. Januar 2019. Norwegen exportierte nach Angaben des norwegischen Statistikbüros SSB im vergangenen Jahr Waren im Wert von 999,8 Milliarden NOK, ca. 102 Milliarden Euro, ein Zuwachs von 16,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Über die Hälfte der Lieferungen machten Rohöl (26,4 Prozent) und Erdgas (26,4 Prozent) aus. Der Exportwert von Rohöl stieg um 18,8 Prozent, während der Wertzuwachs bei Erdgas 29,9 Prozent betrug. Die Importe in Höhe von 711,4 Milliarden NOK sind um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen. 

Der Anstieg des Exportwertes von Erdöl und Erdgas ist vor allem auf deutlich höhere Preise zurückzuführen.

Die Importe aus Deutschland stiegen von 75,7 Milliarden NOK im Jahr 2017 auf 77,5 Milliarden NOK (+2,3 Prozent). Die Exporte nach Deutschland legten von 133,7 Milliarden NOK auf 159,8 Milliarden NOK zu (+19,5 Prozent). Deutschland war damit nach Schweden sowohl zweitgrößter Warenlieferant als auch – hinter Großbritannien – mit einem Anteil von 16 Prozent an den norwegischen Gesamtexporten zweitgrößter Bezieher norwegischer Waren, insbesondere von Erdgas. 

Die deutschen Lieferungen machten 10,9 Prozent der norwegischen Importe aus. China ist Deutschland dicht auf den Fersen. Der Anteil der chinesischen Lieferungen betrug 2018 bereits 10,0 Prozent.

Bei den norwegischen Warenlieferungen vom Festland liegt Deutschland mit einem Anteil von 6,8 Prozent nur auf Platz 5. Der Wert der Festlandexporte betrug 457,6 Milliarden NOK, ein Plus von 9,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Der Handelsbilanzüberschuss betrug 2018 288 Milliarden NOK – 63,5 Milliarden mehr als im Vorjahr. 2017 hatte Norwegen den geringsten Überschuss seit der Jahrtausendwende erwirtschaftet.

Höhere Preise und größere Mengen führten im Vorjahr auch zu einem Wachstum der norwegischen Fischexporte von 4,3 Prozent. Allein Lachs machte 70 Prozent des Exportwertes aus. 

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